Van Baerle profitiert von Standort Schweizerhalle

13. November 2018 11:45

Muttenz/Pratteln BL - Das Chemieunternehmen Van Baerle zieht zum kommenden Jahr von Münchenstein BL in das Industriegebiet Schweizerhalle um. Inhaber und CEO Daniel Schenk erläutert in einem Interview die Vorteile des neuen Standortes.

Van Baerle verlässt nach gut 130 Jahren den Standort Münchenstein, weil das Areal zu gross für das Unternehmen ist, wie Schenk in einem Interview mit der „bz Basel“ erläutert. „Wir verfügen hier über 20.000 Quadratmeter Fläche, am neuen Standort werden es noch rund 10.000 Quadratmeter sein.“ Das ist jedoch nicht der einzige Grund, der für einen Verbleib im Baselbiet gesprochen hat. Van Baerle wird künftig im Chemie- und Pharmacluster in Schweizerhalle angesiedelt sein, in unmittelbarer Nähe zu Firmen wie Novartis. Wenn auch diese Nähe nicht ausschlaggebend war, so wird Van Baerle doch davon profitieren. „Wir benötigen für die Produktion Laugen – und in Schweizerhalle werden solche produziert“, so Schenk. „Auch werden wir Synergien im Bereich der Versorgung mit Wasser und Dampf sowie des Abwassers nutzen können.“ Die Baselbieter Standortförderung hat Van Baerle den neuen Standort vorgeschlagen.

Zumal auch ein Wegzug ins Ausland für Van Baerle nicht genügend Vorteile erbracht hätte. Schenk führt „handfeste wirtschaftliche Gründe, die für den Werkplatz Schweiz sprechen“, an. Durch den Rechtsrahmen in der Schweiz sei Flexibilität und unternehmerisches Handeln möglich, meint Schenk, der auch die Ausbildung und den Arbeitsmarkt als Argumente für die Schweiz nennt. Zudem sei eine Schweiz ohne industrielle Tätigkeiten „aus meiner Sicht nicht denkbar. Das geht vielleicht für ganz kleine Staaten wie Monaco oder Liechtenstein, nicht aber für die Schweiz. Wir müssen zu unserem Werkplatz Sorge tragen.“ Zudem würde Swissness international immer noch eine Rolle spielen, auch wenn die Produktionskosten höher sind als im Ausland.

Speziell im Baselbiet ist auch die angekündigte Senkung des Gewinnsteuersatzes für das Unternehmen attraktiv, auch wenn die Privilegien einer Holding verloren gehen. „Unter dem Strich wird das Unternehmen Van Baerle aber profitieren“, sagt Schenk. jh

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