UZH stösst zur European University Foundation

10. März 2020 14:34

Zürich - Die Universität Zürich (UZH) wird Mitglied der European University Foundation (EUF). Dem exklusiven Netzwerk von derzeit 22 Universitäten kann nur auf Einladung beigetreten werden. Die EUF soll der UZH helfen, wieder Anschluss an das Bildungsprogramm Erasmus zu bekommen.

„Die UZH hat einen hervorragenden Ruf und passt gut zum Profil unseres Netzwerks“, erläutert João Bacelar, Executive Manager der EUF, im Interview mit UZH-Redaktor Stefan Stöcklin die Hintergründe für die Aufnahme der UZH in die EUF. Als Schlüsselfaktoren für die von der EUF angestrebte „Modernisierung des europäischen Hochschulraums“ nennt Bacelar im Interview „Mobilität und internationale Zusammenarbeit“. Gerade bei der Internationalität vertrete die UZH Werte, „die sich mit unseren decken“.

Mobilität sei kein Selbstzweck, erläutert Bacelar. Sie könne vielmehr „auf Dauer das Gefüge der Gesellschaft zum Besseren“ verändern. Als Beleg führt Bacelar Untersuchungen an, nach denen „Studierende mit Mobilitätserfahrung engagierte Bürger sind, sie sind toleranter, offener und partizipativer“.

Für die UZH ist die Mitgliedschaft in der EUF insbesondere im Hinblick auf das europäische Bildungsprogramm Erasmus wichtig. Hier hat die Schweiz seit 2014 nur noch den Status eines Drittlandes. Zwar sei eine volle Assoziierung der Schweiz an Erasmus „eine politische Frage, in die wir uns nicht einmischen“, meint Bacelar. Die EUF könne der UZH jedoch behilflich sein, „verschiedene Szenarien einer abgestuften Partizipation“ zu entwerfen. Es gäbe „einen breiten Spielraum, um technische Lösungen auszuarbeiten, die negative Auswirkungen einer Nicht-Assoziierung abschwächen“, erläutert Bacelar. hs

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