UZH-Forschende nehmen am Weltraumprojekt Euclid teil

29. Juni 2023 14:56

Zürich - Forschende der Universität Zürich (UZH) sind an der Mission Euclid der Europäischen Weltraumorganisation ESA beteiligt. Das Weltraumteleskop soll am 1. Juli in das All starten und nach Hinweisen auf die Entstehung des Universums und Dunkler Materie suchen.

Forschende der Universität Zürich (UZH) beteiligen sich an der wissenschaftlichen Vorbereitung und Auswertung der Mission Euclid der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Am 1. Juli ist der Start des Weltraumteleskops von Cape Canaveral in den USA aus geplant.

Ziel der Mission ist laut Medienmitteilung der UZH, die grossräumige Anordnung von Galaxien mit bis zu 10 Milliarden Lichtjahren Entfernung von der Erde in einer 3D-Karte aufzuzeichnen. Diese einmalige Aufnahme der Struktur des Kosmos soll Forschenden mehr über das Wesen der Dunklen Materie und der Dunklen Energie sowie über die Gesetze der Gravitation verraten.

„Als Dunkle Materie bezeichnen wir Materie, die kein Licht emittiert, absorbiert oder reflektiert“, wird Francesca Lepori zitiert, Kosmologin am Center for Theoretical Astrophysics and Cosmology der UZH. Die unsichtbare Masse gestaltet es für die Forschenden schwierig, sie zu studieren. Doch dass da noch etwas sein muss, scheine klar. Denn die beobachtete Anordnung der Galaxien lasse sich mit der Allgemeinen Relativitätstheorie nicht erklären, „ausser es ist mehr Masse vorhanden, als wir sehen können“, so Lepori.

Neben Lepori sind neun weitere UZH-Forschende an der wissenschaftlichen Auswertung der Weltraummission beteiligt. Die Simulation von UZH-Computerkosmologe Joachim Stadel und High Performance Computing-Spezialist Doug Potter bildet alle Galaxien ab, die Euclid observieren könnte. Astrophysikprofessor Aurel Schneider spielt unterschiedliche Szenarien von Dunkler Materie durch und untersucht, welche Effekte sie auf kosmologische Beobachtungen haben. Weitere Beiträge zum Euclid Consortium leisten die UZH-Forschenden Giovanni Aricó, Jeppe Mosgaard Dakin, Sebastian Schulz, Jozef Bucko und Jaiyul Yoo. ce/gba 

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