UZH fördert Öffnung der Wissenschaft

07. Januar 2020 12:56

Zürich - Open Science will die Wissenschaft transparenter, kooperativer und glaubwürdiger machen. Die Universität Zürich (UZH) hat zwei Delegierte für diese Öffnung der Wissenschaft ernannt. Sie sollen universitäre Entwicklungen in diese Richtung koordinieren und stärken.

Die beiden neuen Open-Science-Delegierten der UZH kommen aus zwei unterschiedlichen Fachbereichen.  Marc Thommen gibt die Open-Access-Zeitschrift „sui generis“ heraus und habe daher „einige Erfahrung im Bereich Open Access, einem der Hauptpfeiler von Open Science“, erläutert der Strafrechtsprofessor im UZH-Interview mit Stefan Stöcklin. Für den Bioinformatiker Mark Robinson stehen dagegen „die Themen Open Data und Open Code (Open Source Software) im Vordergrund“. Die beiden neuen Delegierten weisen im UZH-Interview insbesondere auf den steigenden Bedarf der Forschung an Zusammenarbeit der Forscher hin: „Angesichts der Digitalisierung und der explosiv steigenden Menge an Rohdaten gibt es gar keine Alternative“, erklärt Robinson.

Open Science strebt den grösstmöglichen Austausch von Daten, Methoden und Ressourcen im Wissenschaftsprozess an. „Wenn ein erweiterter Kreis von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Rohdaten nutzen kann, sind zusätzliche Erkenntnisse möglich“, erläutert Robinson. Die Öffnung der Daten erhöhe zudem die Transparenz und ermögliche es anderen Forschern, wissenschaftliche Ergebnisse zu überprüfen. „Damit leisten Open Data und Open Code einen Beitrag zur Forschungsintegrität.“

In ihrer neuen Aufgabe möchten die beiden Delegierten „alle Kräfte an der UZH stärken und ermuntern, ihre Aktivitäten im Zusammenhang mit Open Science weiterzuverfolgen und zu verstärken“, sagt Thommen. Dazu soll ein Open-Science-Council gegründet werden, „in dem fakultätsübergreifend wichtige Akteure zusammenkommen“. hs

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