USI fördert italienisch-schweizerisches Projekt

19. Juni 2020 10:34

Lugano/Varese - Institutionen des Kantons Tessin und der Lombardei haben eine grenzüberschreitende Kooperation vereinbart. In Zusammenarbeit mit der Universität der italienischen Schweiz (USI) soll dabei auch eine Plattform für den Austausch von Wissen entstehen.

Am Donnerstag wurde das Kooperationsprojekt GovernaTI-VA vorgestellt. Dabei will der Kanton Tessin mit der italienischen Provinz Varese zusammenarbeiten. Laut einer Medienmitteilung wollen verschiedene Organisationen und Behörden die grenzüberschreitende Regierungsführung stärken und eine Plattform für den Austausch erfolgreicher Massnahmen und Projekte zwischen Italien und der Schweiz schaffen. 

Der Wissensaustausch soll die Fähigkeit der öffentlichen Verwaltungen stärken, gemeinsame Entscheidungsprozesse zu entwickeln und sich zusammen Herausforderungen zu stellen. GovernaTI-VA ist ein grenzüberschreitendes Projekt im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V-A Italien Schweiz 2014-2020. Es wurde von der EU-Kommission im Dezember 2015 genehmigt.

In diesem Rahmen arbeitet die USI mit dem Kanton Tessin zusammen. Der Bereich öffentliches und gemeinnütziges Management des USI-Instituts für politische Ökonomie (Istituto di economia politica, IdEP) unterstützt und fördert dieses Projekt. Dabei bringt die USI auch ihre Erfahrungen mit früheren Interreg-Projekten ein.

Die USI will sich besonders bei den Themenbereichen Mobilität und Innovation einbringen. Dabei soll es um Lösungen zur besseren Steuerung des Reiseverkehrs und um nachhaltige Verbindungen für alle Einwohner beider Regionen gehen. Zudem sollen Konzepte für intelligente Städte, soziale Neuerungen, E-Demokratie und digitale Transformation entwickelt und angewandt werden.

Die Sektion für lokale Behörden (Sezione delle enti locali, SEL) des Departements Institutionen (DI) soll die Kommunikation mit den Gemeinden und ihren Behörden fördern. Der Schweizerische Verein für öffentliche-private Partnerschaften (PPP Schweiz) werde es ermöglichen, dass auch Erfahrungen und Partner aus der Deutschschweiz und der Romandie in einige Projektphasen mit einbezogen werden. Das Institut für kontinuierliche Weiterbildung (Istituto della formazione continua, IFC) des Departements für Bildung, Kultur und Sport (DECS) werde die lokale Behörden bei neuen Prozessen unterstützen. mm

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