USA stossen Schweiz vom Thron

27. September 2017 12:42

Wallisellen ZH - Auf der Rangliste der am Pro-Kopf-Vermögen gemessenen 20 reichsten Länder haben die USA die Schweiz erstmals vom Spitzenplatz verdrängt. Schuld ist das relativ verhaltene Vermögenswachstum der Schweizer Bürger.

„Die achte Ausgabe des ‚Global Wealth Reports‘ der Allianz, in der die Vermögens- und Schuldenlage der privaten Haushalte in über 50 Ländern analysiert wird - wartet mit einer Überraschung auf“, schreibt die Allianz in der Mitteilung zur Studie. Denn für 2016 führt diese erstmals nicht die Schweiz, sondern die USA als das in Bezug auf sein Netto-Geldvermögen reichstes Land der Welt. Der starke Dollar und steigende Börsenkurse hatten dem Pro-Kopf-Vermögen in den USA zu einem Wachstum von 5,8 Prozent und mit umgerechnet 177.210 Euro zu einem hauchdünnen Vorsprung vor dem entsprechenden Schweizer Wert von 175.720 Euro verholfen. 

Das Nettovermögen der Schweiz war 2016 zwar nach einem schwachen Vorjahr wieder kräftig gestiegen. Allerdings blieb die Schweiz mit einem Wachstum von 3,7 Prozent dabei immer noch deutlich unter dem westeuropäischen Durchschnittswert von 5,7 Prozent. Gleichzeitig erhöhten sich die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte der Schweiz im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent auf eine Schuldenstandsquote von knapp 129 Prozent. Laut Allianz hat die Schweiz damit hinter Dänemark und Australien die höchste Schuldenstandsquote weltweit. Auch liege das Schuldenwachstum bereits seit acht Jahren in Folge über dem europäischen Durchschnitt. Mit durchschnittlich 93.120 Euro lasteten „auf den Schultern von Herr und Frau Schweizer mittlerweile mehr Verbindlichkeiten als in den vier Nachbarländern (Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich) zusammengenommen“, heisst es in der Mitteilung. hs

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