US-Wahlen trüben Konjunkturaussichten

16. November 2016 12:01

Zürich/Mannheim - Finanzmarktexperten gehen von einer positiven Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz und der Eurozone im nächsten halben Jahr aus. Die Aussichten für die USA sind laut Finanzmarkttest von ZEW und Credit Suisse jedoch negativ.

Der vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und der Credit Suisse (CS) monatlich erhobene ZEW-CS-Indikator für die Schweiz hat im November zum dritten Mal in Folge leicht zugelegt. Er liegt nun bei 8,9 Punkten, das sind 3,7 Punkte mehr als im Oktober. 

Trotz dieser positiven Sicht auf die wirtschaftlichen Entwicklungen erwarten fast drei Viertel der befragten Finanzexperten innerhalb der nächsten sechs Monate keine Veränderung der Konjunktur in der Schweiz. Eine breite Mehrheit von 85 Prozent bezeichnet die aktuelle Situation zudem als normal. 

In Bezug auf die Preispolitik ist der Anteil der Befragten gestiegen, der von einem Anzug der Inflation in naher Zukunft ausgeht. Positive Erwartungen haben die Experten auch hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklungen in der Eurozone. Von den Aktienmärkten der Schweiz, des Euroraums und der USA wird ebenfalls ein Anstieg des Index erwartet. Der Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung in den USA fiel jedoch relativ stark um 16,4 auf 18,7 Punkte. Nach Einschätzung von ZEW und CS hängt dies damit zusammen, dass die Umfrage zum Zeitpunkt der dortigen Präsidentschaftswahl erhoben wurde. hs

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