US-Notenbankchef besucht die Universität Zürich

09. September 2019 14:30

Zürich - An der Universität Zürich (UZH) haben sich Fed-Chef Jerome Powell und SNB-Präsident Thomas Jordan über die weltweite Wirtschaftsentwicklung ausgetauscht. Für beide sind Handelskonflikte schlecht für die Weltkonjunktur. Auch die geplante Facebook-Kryptowährung wird kritisch gesehen.

Rund 2000 Besucher waren der Einladung des Schweizerischen Instituts für Auslandforschung (SIAF) der UZH für die Veranstaltung am vergangenen Freitagabend gefolgt, informiert die UZH in einer Mitteilung. Auf ihr hatten sich US-Zentralbankchef Jerome Powell und sein Kollege von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) Thomas Jordan „über die weltweite Wirtschaftsentwicklung, über ihre Profession und ihr Verhältnis zur Politik“ ausgetauscht, heisst es dort weiter.

Auf die von den Zuhörern mit Spannung erwartete Frage nach geplanten weiteren Zinssenkungen gab Powell dabei allerdings keine Antwort. Dem US-Notenbankchef war lediglich zu entlocken, dass die Fed bereit sei, „angemessen zu handeln, um das Wirtschaftswachstum zu stützen“. Zuletzt war der Leitzins der US-Notenbank Ende Juli um 0,25 Prozentpunkte auf 2 bis 2,25 Prozent gesenkt worden.

Übereinstimmend mit Jordan bezeichnete Powell die laufenden Handelskonflikte der USA als Risiko für die Weltwirtschaft. SNB-Chef Jordan strich neben den Handelsstreitigkeiten auch den Brexit als Quelle für Unsicherheiten heraus, die Konsumenten und Investoren verunsichere. Einig waren sich die Gesprächspartner auch in ihrer Bewertung der von Facebook geplanten Kryptowährung Libra. Hier müsse noch eine Menge geleistet werden, bis die für Libra erforderlichen höchsten Sicherheitsanforderungen erfüllt seien. hs

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