Urdorf wehrt sich gegen Güterzüge im Gemeindegebiet

25. November 2020 14:44

Urdorf ZH - Der Gemeinderat von Urdorf hat eine Stellungnahme an Bund und Kanton formuliert. Darin spricht er sich gegen Pläne zur Einrichtung einer offenen Schienenstrecke für Güterverkehr auf dem Gemeindegebiet aus.

Mit einer klaren Absage an eine in der Fortschreibung des Sachplans Verkehr und darin der Planung künftiger Schienenstrecken hat sich der Gemeinderat von Urdorf an die Verantwortlichen in Bund und Kanton gewandt. Laut Medienmitteilung wird darin eine offene Schienenstrecke ausschliesslich für den Güterverkehr auf dem eigenen Gemeindegebiet abgelehnt.

Der Sachplan Verkehr, Teil Infrastruktur Schiene (SIS), befasst sich mit den Infrastrukturen für den Schienenverkehr, die sich im Kompetenzbereich des Bundes befinden. Konkret geht es um eine geplante Güterumfahrungslinie. Dabei werden mehrere Varianten für die die Güterumfahrungslinie Limmattal-Furttal diskutiert. Während die Linienvarianten Nord und Mitte komplett unterirdisch verlaufen sollen, würde die Variante Süd mit einem offenen Streckenabschnitt rund um das Portal Lindenbühl und damit auf Urdorfer Gemeindegebiet verlaufen.

Der Gemeinderat verweist zur Begründung seiner Ablehnung auf die ohnehin schon hohe Verkehrs- und Lärmbelastung des Gebiets durch die Nationalstrasse mit Westumfahrung und Limmattalerkreuz sowie wegen der bestehenden Achse Bernstrasse. Dort laufe der gesamte motorisierte Hauptverkehr aus dem Kanton Aargau Richtung Zürich durch. Die enormen Lärm- und Verkehrsbelastungen nähmen seit mehreren Jahren stetig zu. gba

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