Urdorf verzichtet auf Sparvariante

24. Mai 2019 15:37

Urdorf ZH - Die Schulpflege und der Gemeinderat Urdorf verzichten darauf, die Sparvariante für die Immobilienstrategie umzusetzen. Damit ist der Abriss des Hallenbades vom Tisch. Die nötigen Investitionen werden nun individuell umgesetzt.

Schulpflege und Gemeinderat ziehen bei der Immobilienstrategie die Bremse. Sie verzichten darauf, die Sparvariante umzusetzen, wie sie in einer Mitteilung schreiben. Die Variante hat namentlich den Rückbau des Hallenbades und den Bau einer Zweifachturnhalle vorgesehen. Damit wären Nettoinvestitionen von 6,15 Millionen Franken und Betriebsmehrkosten von 170.000 Franken angefallen. Das war deutlich weniger als der ursprünglich erwartete langfristige Investitionsbedarf von 16,9 Millionen mit Betriebsmehrkosten von 450.000 Franken. 

Die Behörden sehen nun die Sparvariante als politisch nicht mehrheitsfähig an. Sie verweisen unter anderem auf die Ablehnung des Verzichts auf das Kindergartenschwimmen an der Gemeindeversammlung im Dezember. Zudem will die kantonale Denkmalspflege verschiedene Urdorfer Objekte, darunter auch die Zentrumsanlage mit dem Schwimmbad, inventarisieren. Das schränkt den Spielraum der Gemeinde signifikant ein. Darüber hinaus hat eine private Gruppierung eine eigene Immobilienstrategie vorgelegt. Diese sieht Nettoinvestitionen von 23,9 Millionen Franken vor, die zu Betriebsmehrkosten von 700.000 Franken führen würden.

Schulpflege und Gemeinderat wollen daher die nötigen Investitionen „von den beiden Gütern individuell gemäss den bestehenden Planungen“ umsetzen, heisst es in der Mitteilung. Weitere politische Vorstösse seien möglich. stk

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