Unternehmen passen Lieferketten an

01. September 2021 12:28

Zürich - Rund die Hälfte der Industrie- und Dienstleistungsunternehmen hat seine Lieferketten im Verlauf der Pandemie angepasst. Mehrheitlich wird verstärkt in der Schweiz und in Europa eingekauft. Dies geht aus dem aktuellen Einkaufsmanagerindex hervor.

Rund die Hälfte der Schweizer Unternehmen hat seine Lieferketten im Verlauf der Pandemie angepasst. Das geht aus den Antworten zu einer Sonderfrage des aktuellen Einkaufsmangerindexes (PMI) hervor. Mehrheitlich kaufen Schweizer Industrieunternehmen und Dienstleister stärker bei einheimischen Lieferanten und im europäischen Ausland ein. Lieferanten aus Asien werden weniger als in der Vergangenheit frequentiert. Allgemein streben die Unternehmen zudem eine Ausweitung ihres Lieferantenstamms an.

Der vom Fachverband für Einkauf (procure.ch) in Zusammenarbeit mit der Credit Suisse monatlich erhobene Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie notierte im August mit 67,7 Zählern um 3,3 Punkte unterhalb seines Rekordwerts vom Juli. Er liege damit aber weiterhin oberhalb der bei 50 Punkten beginnenden Wachstumsschwelle und signalisiere somit eine Fortsetzung der kräftigen Erholung der Schweizer Industrie, erläutern die Analysten im PMI.

Den stärksten Rückgang mit 9,8 gegenüber Juli haben sie bei der Subkomponenten Produktion beobachtet. Auch hier liege der aktuelle Wert mit 63,2 Zählern aber „nach wie vor auf einem überdurchschnittlichen Stand“.

Beim Dienstleistungssektor haben die Analysten im Berichtsmonat einen marginalen Anstieg um 0,5 auf 61,3 Punkte beobachtet. Der aktuelle Stand deutet ihnen zufolge auf „eine verbreitete Erholung“ des „mehr auf den Binnenkonsum ausgerichteten“ Wirtschaftssektors hin. Die Subkomponente Geschäftstätigkeit legte zudem im Gegensatz zu ihrem Pendant Produktion in der Industrie gegenüber Juli um 3,4 Punkte auf den Stand von 67,1 Zählern zu. hs

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