Unternehmen fürchten Instabilität

20. September 2017 11:11

Zürich - Arbeitslosigkeit, Finanzkrisen und das Versagen nationaler Regierungen zählen zu den Hauptrisiken der Wirtschaft weltweit. Auch Cybergefahren gewinnen an Bedeutung. Dies geht aus den Umfragen für den „Global Risks Report“ der Zurich hervor.

Der „Global Risks Report“ wird jährlich von der Zurich Insurance Group in Zusammenarbeit mit Marsh & McLennan Companies für das Weltwirtschaftsforum erstellt. Die nächste Ausgabe soll im Januar 2018 veröffentlicht werden. In einer Mitteilung gibt die Zurich Insurance Group jedoch bereits jetzt einige der Hauptergebnisse aus der für den Bericht durchgeführten Befragung bekannt. 

Ökonomische, geopolitische, soziale und technologische Risiken stellen danach die grössten Gefahren für die unternehmerische Tätigkeit weltweit dar. „Für Unternehmen ist die Implementierung klarer Risikomanagement-Strategien von eminenter Bedeutung“, wird John Scott, Chief Risk Officer, Commercial Insurance bei Zurich, in der Mitteilung zitiert. „So werden Optionen für rechtliche Strukturen und operative Entscheidungen geschaffen, die verschiedene unsichere politische Szenarien berücksichtigen.“ 

Laut John Drzik, Präsident Global Risk & Digital bei Marsh, machen sich Unternehmen weiterhin vor allem Sorgen um „die fragile Erholung der Weltwirtschaft“. Gleichzeitig wachse jedoch auch die Furcht vor Hackerangriffen und anderen mit der technologischen Entwicklung verbundenen Risiken. „In vielen grossen Volkswirtschaften haben Führungskräfte Cyberbedrohungen mittlerweile an die Spitze der Risikoliste gesetzt.“

In Europa fürchten Unternehmen vor allem ein mögliches Versagen der nationalen Regierungen, für Stabilität zu sorgen. Unter den grössten Risiken wird darüber hinaus auch ein Versagen von Finanzmechanismen oder Finanzinstitutionen genannt. In den USA sowie der Ostasien- und Pazifik-Region wird die Risikoliste dagegen von Cybergefahren und Vermögensblasen angeführt. hs

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