Unternehmen fürchten Betriebsunterbrüche

16. Januar 2018 12:13

Wallisellen ZH - Betriebsunterbrüche bilden das grösste Risiko für Schweizer Unternehmen. In der diesjährigen Risikoanalyse der Allianz liegen Marktenwicklungen und Cybergefahren auf den folgenden Plätzen.

In der siebten Ausgabe des „Allianz Risk Barometers“ wird der Betriebsunterbruch von 70 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen als das mit Abstand grösste Unternehmensrisiko angegeben. In weitem Abstand folgen Risiken aus Marktentwicklungen und Cyberangriffen mit 45 beziehungsweise 43 Prozent. Zu den grössten Risiken zählen daneben neue Technologien, Qualitätsmängel, Serienfehler oder Produktrückrufe sowie Feuer, Explosion und der Ausfall der Energieversorgung. Auch Änderungen in der Gesetzgebung oder stärkere Regulierung wurden unter den grössten Risiken genannt, sie rutschten im Vergleich zum Vorjahr jedoch um zwei Plätze auf den vierten Rang ab, informiert Allianz Suisse in der Mitteilung zum Barometer. 

Für das „mitunter existenzielle Unternehmensrisiko“ des Betriebsunterbruchs gebe es viele mögliche Ursachen, erläutert der für das Geschäft des Allianz Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty in der Schweiz verantwortliche Christoph Müller in der Mitteilung. Neben Naturgefahren und Industrieunfällen spielten „in der digital vernetzten Wirtschaft“ auch „Cyberangriffe, IT-Pannen oder auch die Folgen von Streiks oder Terroranschlägen“ eine Rolle. Durch solche Auslöser könnten „massive finanzielle Verluste entstehen, ohne dass Anlagen oder Gebäude beschädigt oder zerstört worden wären“. 

Die Werte aus der Schweiz decken sich weitgehend mit den im Barometer erfassten Daten von Unternehmen weltweit. Auch hier steht die Angst vor einem Betriebsunterbruch an erster Stelle, gefolgt vom Risiko eines Cyberangriffs und grossen Naturkatastrophen. Weltweit rückt dabei auch der Klimawandel erstmals in den Fokus der Risikobetrachtung von Unternehmen. hs

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