Universitäten setzen aussereuropäische Kooperationen fort

26. Februar 2021 14:05

Bern - Der Bund setzt die 2008 begonnenen bilateralen Forschungsprogramme von fünf Schweizer Hochschulen mit aussereuropäischen Partnern fort. Dafür wurden ihre Mandate jetzt um vier weitere Jahre verlängert. Das soll internationale Forschungsbeteiligungen und Co-Publikationen fördern.

Fünf Schweizer Hochschulen bleiben sogenannte Leading Houses in der Forschungszusammenarbeit mit aussereuropäischen Partnern. Für vier weitere Jahre sind diese Institutionen für bestimmte geographische Regionen zuständig: die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) für Ost- und Südostasien, die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) für Südasien und den Iran, die Universität St.Gallen (HSG) für Lateinamerika und die Fachhochschule Westschweiz für die Region Nahost und Nordafrika. Die Universität Basel und das assoziierte Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institute bilden gemeinsam das Leading House für Subsahara-Afrika. 

Dieses 2008 vom Bund gestartete Förderprogramm war laut einer Medienmitteilung des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation 2020 einer Evaluation unterzogen worden. Demnach hätten die bilateralen Kooperationsprogramme „einen beachtlichen Mehrwert“ für Schweizer Forschende und ihre Institutionen. Aufgrund dieses Berichts hatte der Bundesrat in Absprache mit der Hochschulrektorenkonferenz swissuniversities entschieden, diese Programme beizubehalten. 

Der primäre Auftrag der Leading Houses bestehe darin, „neue Forschungskooperationen mit Regionen mit hohem wissenschaftlichem Potenzial“ anzukurbeln. Dafür geben sie etwa Anschubfinanzierungen für neue bilaterale Forschungsprojekte, unterstützen internationale Workshops und Seminare oder vergeben kleinere Stipendien.

Gemäss einer eigenen Medienmitteilung plant etwa die ETH Zürich mit dem ihr zugesprochenen Budget von 3,8 Millionen Franken Kooperationen weiterzutreiben, negative Folgen der globalen Pandemie für Jungforschende auszugleichen sowie Vielfalt und Inklusion zu stärken. mm

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