Universität Zürich will offene Wissenschaft

01. Oktober 2021 12:40

Zürich - Die Universität Zürich hat die Richtlinien für eine offene Wissenschaftskultur genehmigt. Die Richtlinien bieten konkrete Empfehlungen, um Wissenschaft überprüfbar, effizient und für alle zugänglich zu machen. Nun wird ein Umsetzungsplan für diesen mehrjährigen Prozess erarbeitet.

Die Leitung der Universität Zürich (UZH) hat ihre sogenannte Open Science Policy abgesegnet. Mit diesen Leitlinien mache die UZH einen grossen Schritt hin zu einer offenen Wissenschaftskultur, heisst es in einer Mitteilung der Hochschule. „Open Science gehört die Zukunft“, wird Prorektorin Forschung, Elisabeth Stark, darin zitiert. „Sie ist Vision und Zielsetzung, die wir in den kommenden Jahren Schritt für Schritt realisieren möchten.“

Wie es in den Richtlinien einleitend heisst, habe Open Science zum Ziel, „alle Arten von wissenschaftlichen Leistungen – seien es Daten, Ergebnisse, Methoden oder Software – der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“. So sollen etwa Publikationen frei von Urheberrechts- und Lizenzierungsbeschränkungen kostenlos, digital und online zur Verfügung gestellt werden.

Die verwendeten Forschungsmethoden sollen Reproduzierbarkeit, Transparenz, Effizienz und Robustheit gewährleisten. Auch negative oder unbeabsichtigte Ergebnisse sollen künftig veröffentlicht werden. Zudem bedinge eine offene und faire Wissenschaftskultur auch offene Forschungsinstitutionen und damit einen Kulturwandel.

Nun beginne die mehrjährige Phase der Realisierung. Die Massnahmen erfolgten in Abstimmung mit der Nationalen Open-Access-Strategie und der Nationalen Strategie für Forschungsdaten von swissuniversities. Sie werde durch einen Umsetzungsplan begleitet, der derzeit in Arbeit sei. mm

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