Universität Zürich muss sparen

21. April 2016 14:56

Zürich - Die Universität Zürich ist in den Bereichen Medizin und Naturwissenschaften gewachsen. Aufgrund der Sparanstrengungen von Kanton und Bund muss die Universität jedoch sparen, um ihre Handlungsfähigkeit zu stärken, zeigt der Jahresbericht.

Die Universität Zürich hat ihren Jahresbericht für 2015 vorgelegt. Dieser zeigt dass, die Anzahl der Studierenden sich mit derzeit 25.358 Personen weiterhin auf hohem Niveau bewegt. 40 Prozent der Studierenden stammen aus dem Kanton Zürich und 16 Prozent aus dem Ausland. Der Grossteil der ausländischen Studenten kommt dabei aus Deutschland, gefolgt von Italien, Österreich und China. Erstmals sind zudem mehr als 5000 Doktorierende an der Universität tätig.

In den vergangenen fünf Jahren haben der Studiengang Medizin und die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) einen Zuwachs um 20 beziehungsweise 22 Prozent verzeichnet. Gleichzeitig sind entsprechende Investitionen in Labore höher geworden, was diese Studiengänge kostenintensiver macht.

Die Universität Zürich hat 2015 einen Gesamtumsatz von 1377 Millionen Franken erzielt, was einer Steigerung von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch die Projektbeiträge konnte um 11 Prozent auf 303 Millionen Franken gesteigert werden. Dennoch muss die Universität von 2017 bis 2020 jährlich 13 Millionen Franken einsparen, um ihre Handlungsfähigkeit zu stärken und weiterhin neue strategische Initiativen lancieren zu können.

Der Grund für das Sparprogramm ist unter anderem die Beitragssenkung des Kantons Zürich, die Stagnation der Bundesbeiträge sowie die voraussichtlich höheren Arbeitgeberbeiträge zugunsten der Versicherten der Pensionskasse. Zudem spielt auch die unsichere Zukunft der Assoziierung der Schweiz am EU-Forschungsprogramm Horizon 2020 eine wichtige Rolle. „Ziel ist es, trotz Einsparungen die Spitzenposition des Bildungs- und Innovationsstandortes Zürich weiterzuentwickeln“, sagt Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich. ssp

Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki