Umweltkriminalität kostet Milliarden

06. Juni 2016 15:41

Nairobi - Die Umweltverbrechen sind im Vergleich zum Jahr 2015 deutlich angestiegen, zeigt ein gemeinsamer Bericht von Interpol und der Umweltorganisation der Vereinigten Nationen. Der Schaden könnte 258 Milliarden Dollar erreichen.

Der Schaden aus Umweltverbrechen ist laut einem gemeinsamen Bericht von Interpol und der Umweltorganisation der Vereinigten Nationen (UNEP) gegenüber 2014 um 26 Prozent auf 91 bis 258 Milliarden Dollar angestiegen. Damit habe es erstmals den Schaden durch den Handel mit illegalen Kleinwaffen und Bandenkriminalität übertroffen. Konkret liegt der Schaden um drei Milliarden Dollar höher als Kleinwaffenschmuggel. Nach Drogenschmuggel, Geldfälschungen und Menschenhandel ist die Umweltkriminalität damit weltweit das viertmächtigste Verbrechen geworden.

Als Ursachen für die erhöhte Umweltkriminalität nennt die UNEP unter anderem die schwache Gesetzgebung, die schlecht ausgerüsteten Sicherheitskräfte sowie die Zunahme von bewaffneten Netzwerken, die regionale Konflikte befeuern.

Die Rate der Umweltkriminalität nahm laut der UNEP in den vergangene zehn Jahren jährlich um 5 bis 7 Prozent zu. Allein der Gewinn aus illegalem Elfenbeinschmuggel in Tansania lag im vergangenen Jahr bei 10,5 Millionen Dollar. Das ist fünf Mal höher als der Etat der lokalen Wildhüterorganisation. „Die unvorstellbar grosse Summe hält Umweltverbrecher am Werk und führt zu weltweiter Unsicherheit“, kommentiert UNEP-Generaldirektor Achim Steiner. ssp

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