Umwelt ist die grösste Sorge in der Schweiz

24. November 2022 13:42

Zürich - Klimawandel, Altersvorsorge und Energie führen das diesjährige Sorgenbarometer von Credit Suisse an. Insgesamt stellt die Umfrage einen stark abnehmenden Zukunftsoptimimus fest. Die Pandemie, Spitzenreiter der vergangenen beiden Jahre, ist nicht mehr unter den Top 10.

Die Hauptsorgen der Schweizer Stimmbürgerinnen und -bürger beziehen sich auf Klimawandel und Umweltschutz. 39 Prozent der für das diesjährige Credit Suisse Sorgenbarometer Befragten nannten dies an erster Stelle. Das Thema AHV/Altersvorsorge rangiert mit 37 Prozent auf dem zweiten Platz. Dagegen ist die Pandemie, die diese Rangliste in den vergangenen beiden Jahren angeführt hat, aus den Top 10 verschwunden. Die Umfrage wurde vom Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag der Zürcher Grossbank durchgeführt. 

Wie Credit Suisse in einer Medienmitteilung zusammenfasst, befürchten 19 Prozent der Schweizer Stimmbürgerinnen und -bürger eine Verschlechterung ihrer persönlichen Situation. Das sind 9 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr und so viele wie seit 27 Jahren nicht. Dabei geht es weniger um den Verlust des Arbeitsplatzes. Dieses Thema ist erstmals seit 34 Jahren aus den Top 10 der grössten Sorgen gefallen. 

Hintergrund ist vielmehr die gestiegene Unsicherheit in Bezug auf generelle Energiefragen (25 Prozent, +11 Prozentpunkte) und hinsichtlich der Versorgungssicherheit bei Energie, Medikamenten und Nahrungsmitteln (Rang 7). Mit der Inflation auf Rang 5 (24 Prozent) befindet sich ein weiterer Neuzugang unter den zehn meistgenannten Sorgen. 

„Zwar ist die Situation aktuell weiterhin für die meisten tragbar, doch das Bewusstsein für diese Themen steigt deutlich an“, wird Cloé Jans zitiert, die das operative Geschäft von gfs.bern leitet. Bei der Klimapolitik wünsche „man sich zunehmend eine Vorreiterrolle“. Ausserdem wolle laut Mitteilung eine Mehrheit, dass Lösungen für politische Probleme „international und mittels einer stärkeren Anbindung der Schweiz gefunden werden“. 

Mit Bezug auf dieses Sorgenbarometer fordert die Zürcher Handelskammer in einem Tweet „attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen, damit diese wettbewerbsfähig bleiben und auch in Zukunft gut bezahlte und attraktive Arbeitsplätze schaffen können“. mm

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