Umsätze im Detailhandel sinken im April drastisch

02. Juni 2020 10:35

Bern - Die saisonbereinigten Umsätze des Detailhandels sind wegen der Pandemie im April 2020 im Vergleich zum Vormonat um ein Fünftel gefallen. Der Nicht-Nahrungsmittelsektor verbuchte gar ein Minus von 41 Prozent. Versand- und Onlinehandel sowie die Computerbranche profitierten dagegen deutlich.

Die Detailhandelsumsätze im April dieses Jahres sind im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 20,6 Prozent gesunken. Unter Berücksichtigung der Teuerungsrate beläuft sich der Rückgang auf 14,7 Prozent. Das zeigen laut einer Medienmitteilung die provisorischen Ergebnisse des Bundesamts für Statistik (BFS). 

Bereinigt um Verkaufs- und Feiertagseffekte verzeichnete der Detailhandel ohne Tankstellen im April 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat einen Rückgang des nominalen Umsatzes von 19,5 Prozent. Wird die Teuerungsrate mit eingerechnet, entspricht das real einem Rückgang um 19,0 Prozent. Für die Tankstellen ergeben sich daraus Umsatzeinbussen von 33,8 Prozent (real -24,1 Prozent).

Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte eine Zunahme der nominalen Umsätze von 4,0 Prozent (real +3,5 Prozent). Dagegen registrierte der Nicht-Nahrungsmittelsektor ein nominales Minus von 41 Prozent (real 40,2 Prozent). Am stärksten sind die Branchen „sonstige Güter (Bekleidung, Apotheken, Uhren und Schmuck)“ mit einem Minus von 55,8 Prozent (real -55,5 Prozent) sowie „sonstige Haushaltsgeräte, Textilien, Heimwerker- und Einrichtungsbedarf“ (-45,9 Prozent, real -44,9 Prozent) am stärksten betroffen.

Deutlich positive Umsatzzahlen weisen dagegen die Branchen „Marktstände, Versand und Internethandel“ (+22,2 Prozent, real +23,0 Prozent) und „Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik“ (+3,9 Prozent, real +12,1 Prozent) aus. mm

Aktuelles im Firmenwiki