UBS wehrt sich gegen Klage des US-Justizministeriums

09. November 2018 13:33

Zürich - Das Justizministerium der USA hat eine Klage gegen die UBS eingereicht. Dabei geht es um den Handel mit hypothekenbesicherten Wertpapieren. Die Grossbank will dagegen vorgehen, da die Klage ihrer Meinung nach nicht durch Fakten oder das Gesetz gestützt wird.

Durch die Klage soll die UBS für ihren Handel mit hypothekenbesicherten Wertpapieren im Hinblick auf private Wohnimmobilien (RMBS) zwischen 2006 und 2007 mit einer Busse belegt werden, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Die Grossbank sei sich ihrer rechtlichen Position sehr sicher und will daher vor Gericht gegen die Klage ankämpfen.

Die UBS führt an, dass sie in einem Umfang von 100 Milliarden Dollar mit den RMBS gehandelt und beim Zusammenbruch des Immobilienmarktes davon 45 Milliarden Dollar verloren habe. Eine bewusst betrügerische Absicht könne der Bank daher nicht vorgeworfen werden. Zumal durch die Transaktionen, die nun Gegenstand der Klage sind, ein Verlust von 900 Millionen Dollar entstanden sei. An den zwischen 2005 und 2007 in den USA insgesamt getätigten Geschäften in diesem Bereich mit einem Umfang von 5 Billionen Dollar sei die UBS lediglich mit 1,5 Milliarden Dollar beteiligt gewesen. Die UBS weist in ihrer Mitteilung zudem daraufhin, dass sie die Käufer der RMBS wiederholt auf die Risiken hingewiesen und ihnen erklärt habe, dass sie Geld verlieren würden, wenn der Wert der Immobilien sinkt.

Darüber hinaus bezieht sich die UBS auf das der Klage zugrunde liegende Gesetz. Dieses sei zum Schutz staatlich versicherter Finanzinstitutionen erlassen worden. Dieses Gesetz sollte aber niemals dazu dienen, sämtliche Investoren vor Verlusten zu schützen. Die staatlich versicherten Finanzinstitutionen hätten durch von der UBS gehandelte RMBS einen geringeren Verlust gemacht als die UBS selbst. jh

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