UBS warnt vor verschärftem Steuerwettbewerb

31. Januar 2019 12:12

Zürich - Steuersenkungen in den USA und diversen EU-Ländern setzen den Steuerstandort Schweiz unter Druck, warnt die UBS. Das Land solle sich dagegen mit einer eigenen Steuerreform wappnen. Auch hauptsächlich im Inland tätige Unternehmen würden davon profitieren.

„Seit der Ablehnung der ,Unternehmenssteuerreform III‘ durch das Stimmvolk im letzten Jahr ist das Umfeld für die Schweizer Wirtschaft ungemütlicher geworden“, konstatiert die UBS in einer Mitteilung zum „UBS Outlook Schweiz“. Die Zürcher Grossbank sieht den Steuerstandort durch einen sich verschärfenden Steuerwettbewerb gefährdet. Als Beispiel wird in der Mitteilung die Senkung der Unternehmensteuer in den USA durch die Trump-Administration angeführt. So ist diese beispielsweise im Bundesstaat Kalifornien von fast 40 auf 26 Prozent gesunken. Dies habe den „Steuersatzvorsprung der grossen Schweizer Zentren Basel, Genf und Zürich auf die USA von 15 auf noch gut 3,5 Prozentpunkte“ gesenkt. Aber auch diverse EU-Länder planten eine Senkung der Steuersätze in den kommenden Jahren, warnen die Analysten der UBS.

Um den Steuerstandort Schweiz trotz derartiger Herausforderungen „erfolgreich zu positionieren“, brauche das Land eine eigene Steuerreform, heisst es in der Mitteilung. Von dieser könnten „nicht nur die grossen multinationalen Firmen“ profitieren, „sondern auch kleinere, forschungsintensive und innovative Unternehmen, welche schwergewichtig im Inland tätig sind“.

Dem Wirtschaftswachstum des Landes prognostiziert die UBS in derselben Mitteilung eine Verlangsamung von 2,6 Prozent im letzten auf 1,5 Prozent im laufenden Jahr. Als Wachstumstreiber machen die Analysten der Grossbank insbesondere den von einer „deutlichen Belebung des Schweizer Arbeitsmarktes“ angetriebenen Privatkonsum aus. hs

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