UBS warnt vor Risiken bei Tiefpreisimmobilien

17. Januar 2019 12:06

Zürich - Strenge Kriterien für die Kreditvergabe treiben Käufer von Eigenheimen vermehrt ins Tiefpreissegment. Diese Nachfrageverlagerung verzerre die relativen Preise auf dem Eigenheimmarkt, warnt die UBS. Ihr zufolge drohen auch bei Mehrfamilienhäusern Wertverluste.

„Der Mehrfamilienhausmarkt hat den Eigenheim- und den Büroflächenmarkt angesichts akuterer Risiken aus dem Rampenlicht verdrängt“, schreibt die UBS in einer Mitteilung zu ihrer aktuellen Immobilienmarktstudie „UBS Real Estate Focus 2019“. Die ab 2005 um 80 Prozent gestiegenen Kaufpreise von Mehrfamilienhäusern stagnierten aufgrund sinkender Mieten seit drei Jahren, heisst es in der Mitteilung weiter. Bis 2023 rechnen die Analysten der UBS daher „mit einer mittleren Wertanpassung von knapp 10 Prozent“.

Bei den Preisen von Einfamilienhäusern rechnet die UBS für das laufende Jahr mit einem Anstieg von etwa 1 Prozent. Käufer von Eigentumswohnungen sollten hingegen mit leicht sinkenden Preisen rechnen, empfehlen die Analysten. Sie machen zudem ein überhitztes Tiefpreissegment im Eigenheimmarkt als Folge der strengen Bedingungen für eine Kreditaufnahme aus. Sollten sich hier die regulatorischen Anforderungen lockern, müsse mit überproportional hohen Wertverlusten gerechnet werden.

Am Geschäftsflächenmarkt zeichne sich hingegen eine Fortsetzung der im letzten Jahr eingeläuteten Erholung der Preise ab, schreibt die UBS in der Mitteilung weiter. Sie prognostiziert eine deutlich steigende Nachfrage nach Büroflächen und damit verbunden einen Rückgang des Überangebots. Die Rentabilität von Verkaufsflächen bleibe hingegen aufgrund der „Verlagerung der Umsätze hin zum Onlinehandel“ unter Druck. hs

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