UBS und Grossbanken planen neue Digitalwährung

24. August 2016 09:05

Zürich - Die Zürcher Grossbank UBS sowie drei weitere führende Geldhäuser wollen ihre Kräfte bündeln, um eine digitale Währung zu schaffen. Mit dieser wollen sie künftig Wertpapierkäufe und -verkäufe abwickeln.

UBS, die Deutsche Bank, die spanische Bank Santander sowie die amerikanische Bank of New York Mellon (BNY) haben sich zusammengetan, um eine neue digitale Einheitswährung zu schaffen, wie die „Financial Times“ berichtet. Damit wollen die Banken künftig für Wertpapiere direkt und ohne klassische Überweisungen bezahlen. Als Basis dient die Blockchain-Technologie, welche auch die digitale Währung Bitcoin unterstützt.

Derzeit ist die Wertpapierabwicklung eine längere Transaktion, die unter anderem auch manuellen Aufwand verursacht. Die Transaktion über Blockchain soll die Zeit der Transaktion verkürzen. Die Währung soll bei Zentralbanken in Bargeld getauscht werden.

Die Finanzinstitute wollen ihre Idee nun Zentralbanken vorstellen und sie bald auch einsetzten. „Wir planen einen kommerziellen Start bis Anfang 2018 – begrenzt und mit wenig Risiko“, sagt Hyder Jaffrey, Chef für FinTech-Innovation bei UBS, der „Financial Times“.  Die Zürcher Grossbank spielt bei der neuen Technologie ganz vorne mit. Sie hat bereits vergangenes Jahr ein Blockchain-Laboratorium in London gegründet. ssp

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