UBS plädiert für Kooperation bei Blockchain

Blockchain eröffnet nach Ansicht des UBS-Managers Axel P. Lehmann die Möglichkeit, das Finanzsystem neu zu konzipieren. Viele Branchenkenner und Technologieexperten gingen davon aus, „dass diese Technologie letztlich zu tiefgreifenden Veränderungen führen kann“, schreibt der Group Chief Operating Officer bei der UBS Group AG in einem Gastkommentar der „Neuen Zürcher Zeitung“. Banken und Unternehmen könnten auf diese Weise viele komplexe Transaktionen automatisieren und damit massive Effizienzgewinne erzielen. Eine weitere Möglichkeit seien „Smart Wallets“, die Einzelpersonen den direkten Anschluss an das Finanzsystem ermöglichten.

Handlungsbedarf sieht Lehmann bei der heutigen Blockchain-Technologie in Bezug auf Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit. Zudem verlangten eigenständige intelligente Verträge nach einer neuen Form des Vertragsrechts. Auch heikle Fragen in Bezug auf die digitale Identität und den Datenschutz seien noch immer ungeklärt. Es sei entscheidend, dass die Branche hier einen „Krieg der Standards“ vermeide. Eine Zusammenarbeit existiere bereits etwa in Form des R3-Konsortiums in der Finanzindustrie. „Wenn es der Branche gelingt, einen gemeinsamen Nenner zu finden, könnten die transformatorischen Neuerungen und Marktveränderungen schon sehr bald erfolgen“, so Lehmann. Er wünscht sich eine gezielte Kooperation bei der Umsetzung der neuen Technologie. eg