UBS evaluiert Rezessionsszenarien

11. April 2019 12:31

Zürich - Brexit, Protektionismus und Populismus lassen das Risiko einer Rezession im Euroraum grösser werden, meint die UBS. Einer Studie der Grossbank zufolge könnte dies massive Zuflüsse in den Franken mit sich bringen.

Weltweit fürchteten die Kunden von UBS die Risiken einer zukünftigen Rezession, erläutert Christine Novakovic, Head Wealth Management EMEA bei der UBS, in einer Mitteilung der Zürcher Grossbank. In einer Studie untersucht UBS Global Wealth Management daher mögliche Auswirkungen einer Rezession auf die Wirtschaft des Euroraums.

Den Ergebnissen der Studie zufolge würde eine Rezession insbesondere Länder wie Italien, Griechenland und Portugal treffen. Aber auch die stärkeren Volkswirtschaften könnten in Mitleidenschaft gezogen werden. „Austeritätspolitik und Populismus“ stellten dabei eine Bedrohung des Euro dar, „die zu Kapitalabflüssen in andere Währungen wie das britische Pfund oder den Schweizer Franken führen könnte“, wird Ricardo Garcia, Editor-in-Chief und Chief Economist für die Eurozone, in der Mitteilung zitiert.

Nach Ansicht von Mark Haefele, Chief Investment Officer bei UBS Global Wealth Management, sind es insbesondere die Führungskräfte in EU und Europäischer Zentralbank, die über die Zukunft der Währungsunion entscheiden werden. Die in wenigen Wochen anstehenden Europawahlen und die in dieses Jahr fallende Neubesetzung der Leitung von EZB und dreier weiterer EU-Präsidentenämter stellen für die UBS dabei zusätzliche Risiko- und Unsicherheitsfaktoren dar. Themis Themistocleous, Leiter des EMEA Investment Office, zufolge sollten die Regierungen des Euroraums „die Pläne für die Banken- und Kapitalmarktunion dringend weiter vorantreiben und gleichzeitig ihren finanzpolitischen Spielraum erweitern“. hs

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