UBS-Aktionäre verweigern Décharge

02. Mai 2019 15:42

Basel - Die Aktionäre der UBS haben an ihrer Generalversammlung den Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Konzernleitung die Décharge verweigert. Hintergrund ist der hängige Rechtsfall in Frankreich. Dagegen wurden der Vergütungsbericht angenommen und die Mitglieder des Verwaltungsrates wiedergewählt.

Das Ergebnis war knapp, aber eine klare Ansage: Mit 41,67 Prozent stimmte eine kleine Mehrheit der Aktionäre der UBS Group gegen eine Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung. 41,64 Prozent stimmten für die Entlastung, 16,69 Prozent enthielten sich der Stimme, wie die Bank mitteilt. Damit reagierten sie auf das Urteil des Pariser Tribunals de Grande Instance, das die UBS im Februar wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu 3,7 Milliarden Euro verurteilt hatte. Axel Weber wies darauf hin, dass die heutige Leitung der Bank zum Zeitpunkt der umstrittenen Tätigkeiten der UBS in Frankreich keine Verantwortung trug. Zudem habe der Prozess „in keiner Weise gezeigt, dass UBS in jener Zeit sich nicht an die damals geltenden Vorschriften in Frankreich und der Schweiz gehalten hat“, wird der Präsident des Verwaltungsrates in der Mitteilung zitiert. Eine akzeptable aussergerichtliche Einigung sei nicht möglich gewesen.

Die Aktionäre bestätigten die Mitglieder des Verwaltungsrates dennoch mit grossen Mehrheiten. Axel Weber selbst erhielt mit 92,24 Prozent selbst das schwächste Ergebnis, Beatrice Weder di Mauro mit 98,91 Prozent von den bisherigen Mitgliedern das beste. Der Vergütungsbericht erhielt nur eine Zustimmung von 79,38 Prozent.  stk

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