Tschechien erhält schwimmendes Haus aus 3D-Drucker

02. Juni 2020 10:55

Prag - Auch die tschechische Republik erhält nun ein per 3D-Druck hergestelltes Haus. Das Gebäude schwimmt, ist dreimal stabiler als es mit herkömmlichem Beton der Fall wäre und vermeidet beim Bau nachhaltig Abfälle.

Tschechien erhält bald sein erstes per 3D-Druck hergestelltes Haus. Dieses kann nicht nur schwimmen. Es demonstriert zudem, wie mit 3D-Drucktechnologien nachhaltigere Häuser konstruiert werden können als es mit herkömmlichen Methoden möglich wäre. Das Gebäude heisst auf Tschechisch Prvok od Burink und auf Englisch Protozoon. Noch im Juni wird mit dem Bau begonnen. Nach Fertigstellung verfügt das Gebäude über eine Fläche von 43 Quadratmetern, wie aus einem Artikel des 3D Printing Media Network heisst. Es ist teilweise autark, kann ganzjährig bewohnt werden und ist dreimal so stabil wie es mit traditionellem Beton der Fall wäre.

Zu den weiteren Besonderheiten zählen das begrünte Dach, die Dusche, in welcher das Wasser erneut der Nutzung zugeführt wird, sowie Speicher für Trinkwasser, Strom und Abwasser. Das Gebäude soll mindestens 100 Jahre haltbar sein. Nach der Nutzungsdauer kann es demontiert werden, und die Ausgangsmaterialien können an Ort und Stelle per 3D-Drucker erneut verbaut werden. Laut des Artikels ermöglicht es der 3D-Druck auch, dass beim Bau des Gebäudes deutlich weniger Abfälle entstehen. Rund 46 Prozent des gesamten Abfallaufkommens in Tschechien entstehen bei Bau und Demontage.

Im Vergleich zu herkömmlichen Backsteingebäuden würden durch den 3D-Bau auch 20 Prozent weniger CO2-Emissionen produziert, die im Vergleich zu 2005 von der EU bis 2030 um 30 Prozent reduzieren werden sollen, sagt Libor Vosicky, CEO der Burinka Building Society, die an der Konstruktion des neues Gebäudes beteiligt ist. Zudem müssten lediglich 25 Arbeitende beim Ausdruck mitarbeiten, sonst wären es rund 40 Personen mehr. Bei einer Serienproduktion könnte der Preis im Vergleich zu einem herkömmlichen Passivhaus auf die Hälfte gedrückt werden. Dadurch dass das Haus teilweise autark sei, könnten zudem weitere Betriebskosten gesenkt werden, so Vosicky. em

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