Trump könnte WEF verpassen

Donald Trump möchte nach Davos, doch vielleicht kann er nicht. „Ich habe beabsichtigt, vor der Finanzgemeinschaft der Welt in Davos zu sprechen“, sagte er auf eine Frage während einer Pressekonferenz am Donnerstag. „Das steht auch noch auf dem Programm.“ Wenn aber die Schliessung von Teilen der amerikanischen Regierung bis dahin andauere – „und bis dahin haben wir noch etwas Zeit“ -, dann werde er nicht gehen. Seine Teilnahme im vergangenen Januar sei „sehr erfolgreich“ gewesen.

Dabei habe er eine grossartige Geschichte, die er am Weltwirtschaftsforum erzählen könne. „Wir haben die besten Arbeitsmarktzahlen mindestens der letzten 50 Jahre“, so Trump. Die Wirtschaft laufe grossartig. Und: „Wir verhandeln mit riesigem Erfolg mit China.“ 

Trump war im Januar 2018 der zweite amtierende US-Präsident nach Bill Clinton im Jahr 2000, der an das Weltwirtschaftsforum kam. Ronald Reagan hatte in den 80er Jahren Videobotschaften gesandt. In seiner halbstündigen Rede hatte Trump den Leistungsausweis seines ersten Amtsjahres gelobt. Er sprach sich auch für einen Freihandel aus, der „fair und gegenseitig“ ist, und bot allen Ländern bilaterale Abkommen an. Wenige Wochen später erliess er dann Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte und löste einen Handelskrieg mit China aus.

Das Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums findet vom 22. bis zum 25. Januar in Davos statt und beschäftigt sich mit dem Thema Globalisierung 4.0: Die Gestaltung der globalen Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution. Dabei werden 3000 Teilnehmer erwartet. stk