Tourismus verbucht Rekord bei inländischer Nachfrage

24. Februar 2022 14:01

Neuenburg/Zürich - Schweizer Tourismusziele haben 2021 einen Rekordwert bei den Übernachtungen inländischer Gäste verbucht. Die Nachfrage ausländischer Gäste liegt weiter unter dem Niveau von vor der Pandemie. Schweiz Tourismus sieht die Branche jedoch bereit für die Aufholjagd.

Im vergangenen Jahr habe die Hotellerie der Schweiz insgesamt 29,6 Millionen Logiernächte verbucht, informiert das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer Mitteilung. Der Löwenanteil wurde dabei von inländischen Gästen nachgefragt. Hier stiegen die Logiernächte im Jahresvergleich um 27,9 Prozent auf den historischen Höchstwert von 21,0 Millionen Übernachtungen an.

Auch die ausländische Nachfrage legte 2021 im Jahresvergleich zu. Hier haben die Analysten des BFS ein Wachstum um 17,1 Prozent auf 8,6 Millionen Logiernächte beobachtet. Im Vergleich zu 2019 fiel die ausländische Nachfrage hingegen noch um 60,3 Prozent niedriger aus. Insbesondere Gäste aus Übersee und Fernost fehlen weiterhin in hohem Masse.

Regional gesehen legten die Logiernächte 2021 in allen 13 Tourismusdestinationen der Schweiz zu. Am stärksten fiel die Zunahme im Jahresvergleich mit 51,8 Prozent im Tessin aus. Gegenüber 2019 konnten allerdings lediglich das Tessin und die Region Jura & Drei-Seen-Land einen Anstieg der Nachfrage verbuchen.

Trotz des Wachstums im Jahresvergleich seien 2021 erst drei Viertel der üblichen Logiernächte zustande gekommen, konstatiert Direktor Martin Nydegger in einer Mitteilung zur Jahresmedienkonferenz von Schweiz Tourismus. Die nationale Tourismus-Marketingorganisation sieht die Branche jedoch „bereit für die Aufholjagd“. Im laufenden Jahr sollen dabei 84 Prozent der Logiernächte von 2019 erreicht werden.

Für die inländische Nachfrage geht Schweiz Tourismus 2022 von einem abgebremsten Wachstum von 5 Prozent und einer Stagnation im kommenden Jahr aus. Die Nachfrage aus Europa werde 2023 wieder das Niveau von 2019 erreichen, prognostiziert Nydegger. Für die Fernmärkte brauche die Branche jedoch „einen längeren Atem“. hs

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