Der rote Teppich vor dem Schweizer Pavillon stammt von Tisca, die textile Fassade rechts von Serge Ferrari. Bild: zVg/Serge Ferrari

Tisca und Serge Ferrari statten Schweizer Pavillon aus

28. Oktober 2021 10:35

Bühler AR/Eglisau ZH - Die Schweiz empfängt noch bis März internationale Gäste in ihrem Pavillon auf der Weltausstellung Expo 2020 in Dubai. Zu diesem haben Tisca mit einem roten Teppich und Serge Ferrari mit einer nicht brennbaren Fassadenmembran beigetragen.

Besucher des Schweizer Pavillons auf der Expo 2020 werden über einen opulenten roten Teppich in das Gebäude geführt. Dabei handelt es sich um eine Sonderanfertigung des in der St.GallenBodenseeArea ansässigen Herstellers Tisca. Die Gäste werden somit von der Schweiz auf „Appenzeller Rasen“ willkommen geheissen, informiert das Unternehmen in einer Mitteilung. Tisca ist auf Teppiche, Rasenteppiche und Sportrasen spezialisiert. Bei dem roten Teppich, der sich über den gesamten Vorplatz des Swiss Pavilion erstreckt, handelt es sich um eine Spezialversion, die auf die hohe Nutzung bei der Expo ausgelegt wurde. Das Rot widerspiegelt nicht nur die Schweizer Flagge, es dient auch als visueller Anziehungspunkt.

Die Serge Ferrari AG aus Eglisau ist hingegen auf Compositmaterialien spezialisiert und entwickelt unter anderem Produkte für eine textile Architektur. Für den Schweizer Pavillon, der sich an temporären Zeltbauten von Beduinen orientiert, hat das Unternehmen eine Fassadenmembran beigesteuert. Dieser laut Medienmitteilung „gigantische Vorhang aus Textilmaterial“ erstreckt sich über die Nord- und Südfassade des Pavillons. Er stellt durch das silberne Schimmern und die Raffung nicht nur einen Hingucker dar. Er zeigt auch auf, „was technische Textilien aus der Schweiz heute für die aktuelle Architektur leisten“, so das Unternehmen.

Denn die verwendete Membran Starnisol Safe One ist von Serge Ferrari 2019 „als weltweit erste nicht-brennbare, diffusionsoffene Fassadenmembran“ lanciert worden. Laut CEO Niklaus Zemp hätten tragische Brandgeschehen gezeigt, wie verwundbar Hochhäuser sein können. Das habe das Unternehmen zum Anlass genommen, „einen Grossteil unserer Ressourcen für R&D einzusetzen, um eine Fassadenmembran zu entwickeln, die nicht nur die hohen Wetterschutz-Funktionalitäten von Stamisol Bahnen in sich trägt“. Darüber hinaus würde sie auch vor einer weiteren Brandausweitung schützen. „Das Ergebnis war ein eigens entwickeltes Glasfasergewebe mit spezieller Elastomerbeschichtung, die auch diffusionsoffen ist“, sagt Zemp. jh

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