Thomas Hafen wirbt für Rahmenabkommen

12. Februar 2019 14:39

Schönenbuch BL - Die Schweizer Life Sciences-Unternehmen seien darauf angewiesen, dass sie auch für den EU-Markt produzieren könnten, schreibt Thomas Hafen in einem Meinungsbeitrag. Das Rahmenabkommen ist für sie die beste Lösung, so der Chef von Bühlmann Laboratories.

Der europäische Binnenmarkt ist aus Sicht von Thomas Hafen für Schweizer Anbieter von Medizinalprodukten und Diagnostika „der natürliche Heimmarkt“. „Kein innovatives Produkt aus dem Life-Sciences-Bereich kann nur für den Schweizer Markt entwickelt oder produziert werden“, schreibt der Chef von Bühlmann Laboratories mit Sitz in Schönenbuch in einem Beitrag für die „Neue Zürcher Zeitung“. Daher müssten sie ihre Produkte den neuen Medtech-Regeln unterwerfen, die ab 2020 in der EU in Kraft träten. Idealerweise sollten die gleichen Zertifizierungen in der EU und in der Schweiz gelten. Dank des bilateralen Abkommens über technische Handelshindernisse ist das bisher auch der Fall.

Falls dieses bilaterale Abkommen aber nicht mehr angewandt werde, weil das institutionelle Rahmenabkommen scheitere, dann sollte die Schweiz wenigstens die neuen EU-Medtech-Regeln ohne Änderungen übernehmen. Falls das Parlament aber bei der Übernahme des EU-Rechts eigene Regeln hinzufüge, dann werde das teuer. Die Schweizer Firmen ständen dann vor der Wahl, entweder die zusätzlichen Kosten über höhere Preise wieder hereinzuholen oder ganz auf ein Angebot für den kleinen Schweizer Markt zu verzichten. Selbst wenn das Parlament aber auf ein teures „Swiss Finish“ verzichte, böte dieser autonome Nachvollzug der EU-Regeln nicht die gleiche Rechtssicherheit wie ein Rahmenabkommen. stk

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