The LOOP Zurich fördert neu zwei Forschungen

15. Dezember 2022 13:09

Zürich - Das Forschungszentrum The LOOP Zurich unterstützt neu zwei datenintensive Projekte der personalisierten Medizin. Eines befasst sich mit wiederkehrenden Harnwegsinfekten. Das andere will Adipositas-Kranken mit einer besonderen Veranlagung für Folgekrankheiten helfen.

The LOOP Zurich fördert neu zwei Forschungsvorhaben zur Entwicklung personalisierter Therapien. Sie beschäftigen sich mit Harnwegsinfekten und Adipositas. Die dabei anfallenden grossen Datenmengen sollen mit Künstlicher Intelligenz strukturiert werden. Beide Projekte wurden laut einer Mitteilung am 13. Dezember bei einem Symposium zur Präzisionsmedizin vorgestellt. The LOOP Zurich bündelt das Wissen der Universität Zürich, der Eidgenössischen Technischen Universität Zürich und der vier universitären Spitäler in Zürich.

Im Rahmen des ersten Projekts mTORUS (microbiome-based Therapeutic Options for Recurrent Urinary Syndroms) soll untersucht werden, wie sich die individuelle Zusammensetzung des gesamten Besatzes nützlicher und schädlicher Bakterien, das sogenannte Mikrobiom, bei Gesunden und Personen mit einem Harnwegsinfekt voneinander unterscheidet und ob es positiv beeinflusst werden kann. Gelingt es, die Zusammensetzung eines gesunden Mikrobioms zu bestimmen, öffnet das die Tür zur Transplantation gesunder Mikrobiome. Auch die Interaktion der Bakterien mit dem Immunsystem soll erforscht werden. Zudem sollen an der ETH entwickelte veränderte Bakterienphagen infektauslösende Bakterien unschädlich machen. Das würde Antibiotika ersetzen. Zudem sollen diese Phagen so verbessert werden, dass sie das Immunsystem unterstützen.

Mit dem zweiten Projekt LOOBesity will ein Forschungsverbund jenen 10 Prozent unter den Adipositas-Erkrankten helfen, bei denen das Stresshormon Kortisol überdurchschnittlich aktiv ist. Dies befeuert die Entstehung zusätzlicher Krankheiten. Dazu muss herausgefunden werden, was das Kortisol in den von ihm geschädigten Fettzellen genau bewirkt. Eventuell können kortisol-modulierende Medikamente dann auch in diesem Bereich eingesetzt werden. Zudem soll ein bildgebendes Verfahren für diesen krankhaft veränderten Stoffwechsel gefunden werden. Es könnte aufwändige Biopsien ersetzen. mm

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