Tessiner Krebsforschungsprojekt erhält Förderung

12. Juni 2019 13:22

Bellinzona - Tessiner Forscher wollen genauer untersuchen, wie bestimmte chemische Veränderungen in Zellen mit Krebserkrankungen zusammenhängen. Dafür haben sie nun 2,5 Millionen Franken Fördermittel erhalten. Sie kooperieren beim Projekt auch mit namhaften amerikanischen Universitäten.

Proteine in Zellen unterliegen verschiedenen chemischen Veränderungen, die ihre Aktivität regulieren. Eine Modifikation besteht in der Bindung von sogenannten Ubiquitinmolekülen über eine Kaskade von Enzymen. Gendefekte in dieser Ubiquitinkaskade sind die Ursache für mehrere Krankheiten – unter anderem auch bestimmte Arten von Krebs.

In einem Projekt will Jean-Philippe Theurillat, Professor am Institut für Onkologieforschung (IOR) in Bellinzona, mit seinem Team mehr über den Zusammenhang von Veränderungen innerhalb der Ubiquitinkaskade und Krebs herausfinden. Im Rahmen des Projekts sollen auch Methoden und medikamentenähnliche chemische Substanzen entwickelt werden, um Veränderungen innerhalb der Ubiquitinkaskade im Zusammenhang mit Krebs zu erkennen und zu beeinflussen.

„Das Forschungsprojekt wird einen innovativen und wirksamen Rahmen schaffen, um die molekularen Mechanismen der Ubiquitindysregulation bei Krebs zu verstehen und anzugehen, die auch im Zusammenhang mit vielen anderen Krankheiten anwendbar sind", erklärt Theurillat.

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert das Projekt nun mit einer Summe von 2,5 Millionen Franken, wie es in einer Mitteilung heisst. Geleitet wird das Projekt vom IOR, mit dabei sind aber unter anderem auch Forscher der Universität Harvard sowie dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) und den Universitäten Zürich und Genf. ssp

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