Telekomanbieter ersteigern 5G-Frequenzen

Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hat die Vergabe von neuen Mobilfunkfrequenzen erfolgreich abgeschlossen. Dabei haben sich Swisscom, Sunrise und Salt neue Bandbreiten ersteigert, wie aus einer Medienmitteilung des Bundes hervorgeht. Swisscom hat für die von ihr erworbenen Frequenzen 195,6 Millionen Franken gezahlt, Sunrise 89,2 Millionen und Salt 94,5 Millionen. Für den Bund bedeutet das Einnahmen von insgesamt 380 Millionen Franken. Auch der britische Betreiber Dense Air hat an der Auktion teilgenommen, er hat aber keine Frequenzen erworben.

Die Frequenzen wurden nun für 15 Jahre vergeben, was laut der ComCom eine langfristige Planungssicherheit beim Netzaufbau gibt. Die Telekomanbieter wollen nun so rasch wie möglich 5G-Netze freischalten. Swisscom will 5G etwa bis Ende 2019 in 60 Städten und Gemeinden verfügbar machen.

Die Frequenzvergabe ist laut der ComCom von zentraler Bedeutung für die Digitalisierung der Schweiz. Der neue Mobilfunkstandard 5G ermögliche nicht nur eine leistungsfähige Mobilkommunikation, sondern sei auch die Basis für Anwendungen im Bereich des Internets der Dinge (IoT), für medizinische Anwendungen, selbstfahrende Fahrzeuge oder der Erweiterten und Virtuellen Realität. Die Schweiz gehört den Angaben zufolge in Europa zu den ersten Ländern, welche die 5G-Frequenzen den Netzbetreibern bereits zur Verfügung stellen konnte. ssp