Tecan übernimmt Paramit Corporation

24. Juni 2021 12:20

Männedorf ZH - Labortechnikhersteller Tecan kauft die Paramit Corporation für 920 Millionen Franken. Die Akquisition des kalifornischen Herstellers von Medizingeräten erweitert Tecans Kernmärkte und erschliesst den Wachstumsmarkt der Medizintechnik auch in Amerika und im asiatisch-pazifischen Raum.

Die Tecan Gruppe hat am Mittwoch bekanntgegeben, dass sie die Paramit Corporation übernimmt. Der Kaufpreis wird mit umgerechnet 920 Millionen Franken beziffert. Paramit ist einer Medienmitteilung zufolge ein führender OEM-Entwickler und -Hersteller (Original Equipment Manufacturer) von medizinischem Gerät und Life Science-Instrumenten. Das Unternehmen verfügt über Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sowohl im Silicon Valley als auch in Boston.

Mit dem für 2022 erwarteten zusätzlichen Umatz von rund 300 Millionen Dollar werde die Akquisition die Position von Tecan bei Lösungen für Life Sciences und In-vitro-Diagnostik weiter ausbauen. Zudem werde ein neues Geschäftsfeld im attraktiven und schnell wachsenden Markt für medizinisches Gerät hinzukommen. Tecan hebt die computergesteuerte Montagetechnologie von Paramit-Anlagen in Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum hervor. Damit erhalte Tecan neue hocheffiziente Produktionskapazitäten in Asien und eine starke Präsenz für das OEM-Geschäft in Nordamerika.

„Die geografische Präsenz von Paramit ist komplementär zu der von Tecan, davon profitieren beide Parteien“, wird Tecan-CEO Dr. Achim von Leoprechting in der Mitteilung zitiert. So werde Paramit etwa in der Lage sein, Tecans bestehenden OEM-Kundenstamm und seine Vertriebskanäle zu nutzen. Damit könne Paramit seine Reichweite in Europa und Asien einschliesslich China erweitern. Tecan teile mit Paramit „die starke kundenorientierte Kultur, das Fachwissen und die Erfolgsbilanz in den Bereichen Qualität und Regulierung, die in der Branche wichtige Unterscheidungsmerkmale darstellen und für den Erfolg von OEMs in regulierten Märkten unerlässlich sind.“

Die Transaktion werde sich unmittelbar positiv auf den Gewinn pro Aktie auswirken. Sie werde durch einen Mix aus Barmitteln, der Ausgabe neuer Aktien im Umfang von weniger als 10 Prozent des Aktienkapitals und der Ausgabe einer Anleihe finanziert. mm

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