Tausende Hochschulen erklären Klimanotstand

15. Juli 2019 11:08

New York - Über 7000 Universitäten und Hochschulen weltweit haben sich in einer Erklärung verpflichtet, zum Klimaschutz beizutragen. Die Erklärung soll im Vorfeld des UN-Klimagipfels im September an führende Regierungsvertreter und Medien übergeben werden. 

Die Hochschulen der Welt schlagen Alarm. Insgesamt 25 Hochschulnetzwerke und 58 einzelne Hochschulen haben den sogenannten SDG Accord bis zum 11. Juli unterschrieben, schreibt das UN-Umweltprogramm in einer Medienmitteilung. Die Unterzeichner repräsentieren insgesamt 7000 Hochschulen. Zu den unterzeichnenden Netzwerken gehören die Higher Education Sustainability Initiative (HESI), die Global Alliance, EAUC - The Alliance for Sustainability Leadership in Education sowie Second Nature

Laut der Mitteilung rechnen die Initianten mit rund 3000 weiteren Unterstützern. Hochschulen und Hochschulverbünde weltweit sind eingeladen, die Erklärung bis zum 1. August ebenfalls zu unterzeichnen. Schweizer Hochschulen sind bisher noch nicht auf der Liste der Unterzeichner vertreten. 

Mit dem Dokument erklären die Unterzeichner den Klimanotstand. Sie verpflichten sich darin zu einem Drei-Punkte-Plan. Dieser sieht vor, dass die Unterzeichner bis 2030 oder spätestens bis 2050 CO2-neutral werden. Sie wollen mehr Ressourcen für die Forschung zum Klimawandel und für die Schaffung von Fähigkeiten für den Umgang mit ihm mobilisieren. Zudem sollen Themen der Ökologie und der Nachhaltigkeit im ganzen Spektrum der Lehre angesprochen werden.  

„Was wir lehren, formt unsere Zukunft, deshalb begrüssen wir die Selbstverpflichtung von Universitäten, bis 2030 CO2-neutral zu werden und ihre Lehrtätigkeit den Herausforderungen anzupassen“, wird Mitorganisatorin Inger Andersen, Exekutivdirektorin des UN-Umweltprogramms, zitiert.

Die Erklärung wendet sich an die Teilnehmer des UN-Klimagipfels, den UN-Generalsekretär Antonio Guterres für den 23. September nach New York einberufen hat. Die Unterzeichner fordern die Regierungen auf, ebenfalls den Klimanotstand zu erklären. Die Regierungen sollten den Worten Taten folgen lassen, mit denen den Menschen und der Natur eine bessere Zukunft gesichert wird, heisst es in der Erklärung. mm

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