Tamedia leidet unter Rückgang der Print-Werbung

Einer Mitteilung von Tamedia zufolge hat die Mediengruppe 2017 einen Betriebsertrag von 974,2 Millionen Franken realisiert. Gegenüber 2016 entspricht dies einem Rückgang um 3,0 Prozent. Tamedia führt dies auf um 35 Millionen Franken gesunkene Werbeumsätze im Printbereich zurück. 

Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel mit 180,7 Millionen Franken hingegen um 59,3 Prozent höher aus als im Vorjahr. Die Steigerung geht dabei hauptsächlich auf einen tieferen versicherungsmathematischen Vorsorgeaufwand und tiefere Abschreibungen aufgrund einer Verlängerung der Nutzungsdauer der Druckzentren zurück. Als Gewinn konnten 170,2 Millionen Franken ausgewiesen werden, 39,1 Prozent mehr als 2016. 

„Mit der neuen Organisation unserer Tageszeitungen sind wir sehr gut aufgestellt, um in einer sich wandelnden Medienwelt weiterhin guten Journalismus leisten zu können”, wird Pietro Supino, Verleger und Verwaltungsratspräsident von Tamedia, in der Mitteilung zitiert. „Gleichzeitig haben wir die Grundlage für neue Angebote und ein zukünftiges Wachstum gelegt.”

Im Bereich Bezahlmedien führen rückläufige Einnahmen auf dem Print-Werbemarkt zu einem Rückgang des Betriebsertrags, der von den digitalen Bezahlangeboten nur teilweise kompensiert werden konnte. Im Bereich Pendlermedien wurden die rückläufigen Umsätze bei der Print-Werbung durch steigende Werbeeinnahmen im Digitalbereich zumindest in der Schweiz überausgeglichen. Der Geschäftsbereich Marktplätze und Beteiligungen schloss mit einer Ertragssteigerung gegenüber 2016 ab. hs