Szenarien zeigen Zukunft der Mobilität

05. Oktober 2021 13:51

Ittigen BE - Weniger Staus, mehr Komfort und weniger Unfälle: Die Kombination von autonomen Fahrzeugen und Carsharing könnte im Jahr 2060 einen Mehrwert von 25 Milliarden Franken erreichen. Das zeigt die Studie „Volkswirtschaftliche Auswirkungen der Digitalisierung in der Mobilität“.

Geht die Automatisierung des Autofahrens mit Carsharing-Angeboten einher, könnte in der Schweiz im Jahr 2060 der Nettonutzen bei 25 Milliarden Franken liegen. Das ist eines der Ergebnisse der explorativen Studie „Volkswirtschaftliche Auswirkungen der Digitalisierung in der Mobilität“. Sie wurde vom Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) in Auftrag gegeben.

Wie eine Medienmitteilung des ARE zusammenfasst, würden sich für Nutzerinnen und Nutzer Vorteile aus der geteilten Beschaffung ergeben. Zudem könnte die Fahrzeit für andere Tätigkeiten genutzt werden. Es käme zu weniger Unfällen und bedarfsgesteuerter Verkehr hätte weniger Staus zur Folge.

Insgesamt entwarfen die Studienautorinnen und -autoren drei Szenarien, in denen sich diese Entwicklungen durchgesetzt haben. Anschliessend schätzten sie die jeweiligen Folgen ein. Demnach dürfte sich die Automatisierung negativ auf Schweizer Arbeitsplätze auswirken. Würden mehr importierte Autos genutzt, sieht die Studie für die Schweiz eine insgesamt verringerte Wertschöpfung.

Wenn sich die Automatisierung ohne Carsharing durchsetzen würde, rechnet die Studie einen Verlust für die Schweizer Wirtschaft von rund 8,6 Milliarden Franken pro Jahr vor. Würde sich aber allein das Carsharing etablieren, könnte der jährliche Nutzen bei 3,8 Milliarden Franken liegen.

Nicht berücksichtigt wurden in dieser Studie andere Entwicklungen, die möglicherweise gleichzeitig eintreten, wie etwa verstärkte Heimarbeit und Urbanisierung. Szenarien, die solche Trends miteinander kombinieren, entwerfe das ARE im Rahmen der Verkehrsperspektiven. mm

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