Systeme für Energiemanagement setzen auf Daten in Echtzeit

14. August 2020 14:10

Zürich - Der Markt für Systeme des Energiemanagements ist dynamisch und komplex. Die Anbieter setzen zunehmend auf Daten in Echtzeit und auf digitale Schnittstellen für Kunden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Energie Zukunft Schweiz.

Systeme des Energiemanagements bilden einen der zentralen Lösungsansätze für die Digitalisierung der Energiebranche. Sie erlauben unter anderem, die Energieströme verschiedener Geräte und Anlagen zu steuern. Der Markt für diese Systeme ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und komplex geworden. Energie Zukunft Schweiz hat deshalb mit Unterstützung von EnergieSchweiz insgesamt 38 solcher Systeme aus der Schweiz und dem Ausland untersucht.

Die Studie stellt mehrere Trends auf dem Markt fest. So streben viele Anbieter eine Zertifizierung durch das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) an. Zudem erfassen und übertragen sie die Daten zunehmend in Echtzeit. Der Fokus der Anbieter liegt derzeit vor allem bei den Dienstleistungen gegenüber den Kunden. Mächtige Visualisierungs-, Sensibilisierungs- und Eingriffsmöglichkeiten würden zum Standard. Längerfristig könnten diese Systeme aber auch im Bereich elektrischer Netze und des Messwesens eingesetzt werden. Zum künftigen Standard dürften auch Funktionen gehören, die sich auf neue Geschäftsmodelle ausrichten, etwa die Direktvermarktung von Solarstrom an kleine Endverbraucher.

Potentielle Kunden sollten vor der Wahl eines Energiemanagementsystems einen neutralen Berater heranziehen, empfiehlt Energie Zukunft Schweiz. Auf diese Weise könnte das geeignete System für die jeweilige Projektsituation gefunden werden. stk

Mehr zu Energie

Aktuelles im Firmenwiki