Synergy Health profitiert von Medtech-Cluster

An seinem Standort in Däniken betreibt Synergy Health zwei industrielle Anlagen, die laut Firmenchef Hans Hartmann – einfach gesagt – ähnlich wie eine Gepäckkontrollanlage auf dem Flughafen funktionieren. Allerdings reinigen sie Produkte für Medtech-Unternehmen. „Wir bestrahlen mit je einer Gamma- und einer Röntgenanlage die Produkte, um Bakterien abzutöten“, erklärt Hartmann in einem Artikel der Wirtschaftsförderung des Kantons Solothurn. Die Strahlen seien so intensiv, dass etwa Implantate oder Spritzen direkt durch die Originalverpackung hindurch gereinigt werden können.

Die Gamma-Anlage hat Synergy Health den Angaben zufolge 1991 in Betrieb genommen, die Röntgenanlage folgte 2011. „Es handelte sich dabei um die weltweit erste industriell genutzte Röntgen-Sterilisationsanlage“, so Hartmann. Sie wurde vom Unternehmen selber entwickelt. Im Gegensatz zur Methode mit Gamma-Strahlen werde beim Röntgen kein radioaktives Kobalt eingesetzt. Ausserdem liefere die neue Methode bessere Ergebnisse. STERIS, der amerikanische Mutterkonzern von Synergy Health, plane, die Technologie in Europa auszurollen.

Hartmann lobt den Standort der Firma in der Greater Zurich Area. Er hebt unter anderem die zentrale Lage und die damit verbundene gute Erreichbarkeit sowie das Medtech-Cluster in der Region hervor. „Wir profitieren mit unserem Standort von der geografischen Nähe und der hohen Dichte an Produzenten und Zulieferern der Medtech-Branche“, so Hartmann. So gehören etwa Firmen wie DePuy Synthes, Mathys, Stryker, Straumann, oder Ypsomed zu den Kunden von Synergy Health. ssp