SwissTPH verstärkt Kampf gegen parasitäre Wurminfektionen

29. November 2019 11:00

Basel - Das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) leitet das neu gegründete Konsortium HELP. Dieser Zusammenschluss von Forschern, Pharmafirmen und anderen Partnern will neue Medikamente gegen parasitäre Wurminfektionen entwickeln.

Weltweit sind fast 1 Milliarde Menschen von Infektionen betroffen, die durch parasitäre Würmer (Helminthen) verursacht worden sind. Diese Infektionen können zu Juckreiz und Durchfall, aber auch zu Wachstumsverzögerungen oder Blindheit führen. Daher haben sich nun internationale Forschungseinrichtungen, Universitäten, gemeinnützige Organisationen und Pharmaunternehmen zu dem Konsortium Helminth Elimination Platform (HELP) zusammengeschlossen, welches neue Medikamente gegen diese Infektionen entwickeln will. Geleitet wird HELP vom in Basel ansässigen Swiss TPH, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.

„Durch das Zusammenbringen von Experten in der pharmazeutischen Entwicklung mit Gesundheitsfachleuten im Gebiet der Wurmerkrankungen werden wir die leere Medikamentenpipeline füllen und auch neue Medikamente entwickeln können, die gegen eine oder mehrere dieser beeinträchtigenden Krankheiten wirken“, wird Jennifer Keiser in der Mitteilung zitiert, Leiterin der Helminth Drug Development Unit am Swiss TPH und Koordinatorin des Konsortiums.

HELP wird vom europäischen Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 finanziert und wird bis September 2024 nicht nur die Entdeckung, sondern auch die klinische Entwicklung von Medikamenten durchführen. Dazu werden sich die europäischen und afrikanischen Partner unter der Basler Leitung auf Fadenwürmer konzentrieren, die durch kontaminierten Boden übertragen werden. Die Forscher werden die Wirksamkeit vorliegender Wirkstoffe gegen die von diesen Würmern verursachten Infektionen überprüfen. jh

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