Swissnuclear fordert wegen Klimaschutz lange Laufzeiten

01. April 2021 13:23

Olten SO - Der Branchenverband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber, swissnuclear, betrachtet die Kernkraftwerke als zentrale Stütze der Klimastrategie des Bundes. In einem Positionspapier fordert er lange Laufzeiten, weil mit Erneuerbaren die Stromversorgung nicht schnell genug gesichert werden kann.

Kernkraftwerke tragen einen Drittel zur nationalen Stromversorgung bei, heisst es in einer Mitteilung von swissnuclear. Die klimafreundlichen Kernkraftwerke seien damit eine Stütze sowohl der Energiestrategie 2050 als auch der Klimastrategie des Bundes. Denn für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 müssten 70 Prozent des aktuellen Energieendverbrauches eingespart oder durch klimafreundlichen Strom ersetzt werden. Der Zubau der Erneuerbaren komme dazu allerdings nicht schnell genug voran. Daher würden die Kernkraftwerke für einen wirksamen Klimaschutz benötigt, so der Branchenverband der Schweizer Kernkraftwerksbetreiber.

Daher fordert swissnuclear in einem neuen Positionspapier, dass die Kernkraftwerke möglichst lange am Netz bleiben sollen. Kernenergie bleibe auf Jahrzehnte ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig begrüsst der Verband den Ausbau der erneuerbaren Energien. Der Verband sieht die aktuell vordringliche Aufgabe in der Dekarbonisierung, nicht in der Denuklearisierung. Und die Erneuerbaren werden laut Mitteilung dringend für die Dekarbonisierung der CO2-intensiven Bereiche Wärme und Verkehr benötigt. Es würde jedoch keinen Sinn machen, klimafreundliche Kernkraftwerke gegen klimafreundliche, erneuerbare Energiequellen auszutauschen. jh

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