Swissmem fordert Vorbereitung auf mögliche dritte Welle

24. Februar 2021 14:09

Zürich - Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie hat im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Krise einen Einbruch erlitten. Der Branchenverband Swissmem hofft zwar auf eine Erholung. Gleichzeitig fordert er von der Politik aber eine gute Vorbereitung auf eine mögliche dritte Welle.

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) schliesst ein schwieriges Jahr ab. Die Auftragseingänge der Unternehmen in der Branche sind im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 6,5 Prozent zurückgegangen. Die Umsätze fielen um 9,8 Prozent tiefer aus. Das Geschäft mit dem Ausland litt besonders stark unter der Corona-Krise: Die Exporte gingen um 11,2 Prozent zurück und erreichten einen Wert von 60,7 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Volumenverlust von 7,6 Milliarden Franken.

Laut einer Medienmitteilung des Branchenverbands Swissmem war vor allem das zweite Quartal 2020 stark von der Pandemie betroffen. Die weltweiten Lockerungen der Corona-Eindämmungsmassnahmen haben im zweiten Halbjahr 2020 zu einer leichten Erholung der Geschäftslage geführt. Ausserdem bestünden ermutigende Anzeichen, dass sich dieser Erholungstrend 2021 fortsetzt.

Demgegenüber stehe allerdings die Befürchtung, dass eine allfällige dritte Pandemiewelle global zu einem erneuten Einbruch führen könnte. Swissmem fordert von der Politik eine gute Vorbereitung auf eine mögliche dritte Welle. So müsse etwa die maximale Bezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung auf 24 Monate erhöht werden. „Es gilt einen weiteren, pandemiebedingten Stellenabbau in besonders hart betroffenen Firmen zu verhindern“, betont Martin Hirzel, Präsident Swissmem, in der Mitteilung. Zudem müsse eine Neuauflage der Covid-19-Liquiditätshilfe vorbereitet werden, damit sie bei Bedarf schnell aktiviert werden kann.

Swissmem hebt in seiner Mitteilung auch weitere strukturelle Herausforderungen für die Branche hervor. Zu diesen gehören etwa die Frankenstärke, Handelskonflikte und das ungeklärte Verhältnis zu Europa. In diesen Bereichen müssten die Rahmenbedingungen mittelfrsitig verbessert werden, fordert Swissmem. Zunächst bräuchte es nach Ansicht des Verbands im März an der Urne ein Ja zum Freihandelsabkommen mit Indonesien. ssp

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