Swissmem befürchtet Stellenabbau

27. August 2020 12:12

Zürich - Umsätze und Bestellungseingänge der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sind im Zuge der Pandemie stark eingebrochen. Swissmem rechnet mit dem Abbau von Stellen. Der Branchenverband fordert, mit neuen Freihandelsabkommen gegenzusteuern.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben in der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) zu einem massiven Einbruch geführt“, leitet Swissmem eine Mitteilung zur Marktentwicklung in den MEM-Branchen ein. Ihr zufolge sind die Auftragseingänge der MEM-Industrie im ersten Halbjahr 2020 um 10,2 Prozent zurückgegangen. Die Umsätze fielen gleichzeitig um 12,9 Prozent hinter den Vorjahreswert zurück. Bei den Exporten wurde im Jahresvergleich ein Minus von 16,4 Prozent beobachtet.

Bereits vor dem Ausbruch der Pandemie sei die Lage in der MEM-Industrie angespannt gewesen, erläutert Swissmem in der Mitteilung weiter. Der Lockdown habe den negativen Trend aber „massiv verstärkt“. So wurden im zweiten Quartal 2020 mit 319'000 Mitarbeitern 3200 Stellen weniger als im Vorquartal gezählt. Der Branchenverband befürchtet, dass es in den kommenden zwölf Monaten zu einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen in der MEM-Industrie kommt.

Eine Rückkehr der ins Ausland verlagerten Produktion und die Bevorzugung von im Inland gefertigten Produkten hält der Verband für falsch. „Der einzige Weg, um Wohlstand und Arbeitsplätze in der Schweiz zu sichern, ist ein nachhaltiger Erfolg auf den Weltmärkten“, wird Swissmem-Präsident Hans Hess in der Mitteilung zitiert. „Die Schweiz muss deshalb offen und global vernetzt bleiben.“ Konkret macht sich der Verband für die zur Abstimmung anstehenden Freihandelsabkommen mit Indonesien und dem Mercosur stark. Zudem sollte „alles dafür getan werden, damit Verhandlungen mit den USA aufgenommen werden können“, schreibt Swissmem. hs

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