Swissmechanic warnt vor zu viel Regulierung

27. August 2021 11:35

Weinfelden TG - Die Mitglieder des Verbands Swissmechanic schätzen das Geschäftsklima nach der Coronakrise wieder positiv ein. Trotz Problemen bei den Lieferketten dürfte sich dieser Trend fortsetzen. Swissmechanic warnt aber vor den zunehmenden Regulierungen.

Der Swissmechanic-Geschäftsklima-Index hat sich im Juli in den grünen Bereich gedreht. Die Mitgliedsunternehmen des Verbands schätzen die Geschäftslage damit wieder positiv ein. Die Kapazitätsauslastung lag im Juli auf 92 Prozent und damit sogar höher als vor dem Beginn der Corona-Pandemie.

Probleme orten Unternehmen in erste Linie bei den Lieferketten. So bestehe etwa eine Knappheit bei den Vorprodukten. Der Digitalisierungs­schub durch die Pandemie habe etwa dazu geführt, dass zu wenig Mikrochips zur Verfügung stehen. Swissmechanic rechnet aber trotz dieser Herausforderungen damit, dass sich die Lage in der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM) nach dem „Nachkrisen-Boom“ auch in den kommenden Jahren positiv entwickelt wird.

Damit KMU der MEM-Branche auch langfristig wachsen können, müssten aber die Rahmenbedingungen verbessert werden, so der Verband in einer Mitteilung. „Die zahlreichen Regulierungen und die stetig ansteigende Flut von Paragrafen schränken Eigeninitiative und Unternehmertum immer stärker ein und bremsen die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“, schreibt Swissmechanic. Dies wirke sich insgesamt negativ auf Innovation und Arbeitsplätze aus. Der Verband setzte sich daher für die Einführung einer Regulie­rungsbremse ein. Ausserdem müssten Massnahmen eingeführt werden, welche zur Entlastung der Unternehmen von Regulierungskosten beitragen. ssp

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