Swissgrid kann Leitung im Engadin ausbauen

13. Juli 2020 14:17

Bern - Das Eidgenössische Starkstrominspektorat hat grünes Licht für den Ausbau der Höchstspannungsleitung im Engadin gegeben. Swissgrid als Bauherrin und Betreiberin hilft im Gegenzug bei der Erdverlegung von Freileitungen der Engadiner Kraftwerke.

Swissgrid kann den Engpass der Übertragungsleitungen im Engadin schliessen. Wie die nationale Netzgesellschaft in einer Mitteilung schreibt, hat das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) die Baubewilligung für den Ausbau der 380-Kilovolt-Leitung zwischen Pradella und La Punt erteilt. Diese 50 Kilometer lange Leitung war in den 60er Jahren mit nur einem Kabel belegt worden. Inzwischen reichen diese für die Deckung des Transportbedarfs, insbesondere für den Abtransport von Bündner Wasserstrom, nicht mehr aus. Nun sollen sie mit einem zweiten Kabel ergänzt werden. Damit können auch die Übertragungsverluste, die elektromagnetischen Felder und die Geräuschentwicklung verringert werden. 

Swissgrid will die erste Etappe von Pradella bis Zernez im nächsten Jahr ausbauen, die zweite Etappe von Zernez bis La Punt 2022. Dabei werden 3500 Tonnen Stahl verbaut.

Im Gegenzug unterstützt Swissgrid die Engadiner Kraftwerke beim Ersatz der 60-Kilovolt-Freileitung von Pradella nach Bever durch ein 110-Kilovolt-Erdkabel. Damit können 1100 Masten abgebaut und gleichzeitig die Gemeinden an das Breitbandinternet angeschlossen werden. stk

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