Swisscom analysiert Daten für Kampf gegen Coronavirus

30. März 2020 14:25

Bern - Das Bundesamt für Gesundheit hat bei Swisscom Analysen zum Bewegungsverhalten der Schweizer Bevölkerung bestellt. Die von Swisscom erarbeiteten Analysen sollen prüfen, ob die angeordneten Massnahmen eingehalten werden. Die Daten werden anonymisiert und aggregiert.

Die Schweizer Behörden wollten überprüfen, ob das zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus angeordnete Verbot von Ansammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum eingehalten werde, informiert Swisscom in einer Mitteilung. Der Berner Telekomriese bereitet beim Netzbetrieb anfallende Daten für Analysen zur Mobilität und zu Menschenansammlungen im öffentlichen Raum für das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf.

Dabei erhalte das BAG „zu keinem Zeitpunkt Standortdaten von Swisscom, sondern lediglich Statistiken und Visualisierungen“, stellt Swisscom in der Mitteilung klar. „Die den Analysen und Visualisierungen zugrunde liegenden Daten sind anonymisiert und aggregiert.“ Rückschlüsse auf das Bewegungsverhalten von Einzelpersonen seien somit ausgeschlossen. Kunden könnten Swisscom die Nutzung ihrer Daten zudem durch eine entsprechende Eintragung im Bereich Datenschutz ihres Profils untersagen.

Erste Analysen von Daten hätten ergeben, dass sich die Reiseaktivität in der Schweiz seit dem Versammlungsverbot um rund die Hälfte reduziert habe, informiert Swisscom in der Mitteilung weiter. Dabei habe „die Bevölkerung im Tessin das Reisen am klarsten reduziert“. hs

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