Swiss will schrumpfen

06. Mai 2021 15:57

Kloten ZH - Die Swiss hält eine Neuordnung des Unternehmens für unumgänglich. Sie hat vor, ihre Flotte gegenüber dem Vorkrisenniveau um 15 Prozent zu verkleinern. 1700 Vollzeitstellen sollen abgebaut werden. Ein Konsultationsverfahren soll bis Mitte Juni sozialverträgliche Lösungen finden.

Die Swiss hat vor, sich zu restrukturieren. Wegen der anhaltenden Pandemie und daraus resultierender struktureller Veränderungen am Markt teilt die Fluggesellschaft mit, dass sie ihre Flotte auf der Kurz- und Mittelstrecke von 69 auf 59 Flugzeuge zu reduzieren gedenkt. Auf der Langstrecke soll sie von 31 auf 26 Maschinen verkleinert werden. Fünf A320 Airbusse würden ausgemustert. Insgesamt entspricht das einer Schrumpfung um 15 Prozent.

Dies und „die Einleitung weiterer Massnahmen“ habe Auswirkungen auf den Personalbestand. Bis Ende 2021 werde Swiss durch natürliche Fluktuation und „freiwillige Massnahmen“ bereits mehr als 1000 Vollzeitstellen abgebaut haben. Da das voraussichtlich nicht reichen werde, könnten weitere 780 Mitarbeitende betroffen sein. Damit werde die Zahl der Beschäftigten gegenüber 2019 um 20 Prozent sinken.

Durch „Redimensionierung und Transformation“ hoffe die Fluglinie, insgesamt rund 500 Millionen Franken einzusparen. „Ich bedaure ausserordentlich, dass wir nach vielen Jahren des Erfolgs mit einem grossartigen Team einen derart schmerzhaften Schritt in Erwägung ziehen müssen“, wird CEO Dieter Vranckx in der Mitteilung zitiert. „Leider bleibt die Situation äusserst anspruchsvoll und erfordert weiterhin eine hohe Kostendisziplin und -effizienz.“

Um die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen so niedrig wie möglich zu halten und sozialverträgliche Lösungen zu finden, sei nun ein Konsultationsverfahren eingeleitet worden. Es werde voraussichtlich Mitte Juni abgeschlossen. Im Anschluss daran werde Swiss ihren Beschluss kommunizieren. mm

Aktuelles im Firmenwiki