Swiss prüft Verkleinerung der Flotte

29. April 2021 11:59

Kloten ZH - Swiss International Air Lines (Swiss) geht davon aus, dass sich die Nachfrage nach Urlaubs- und Geschäftsreisen mittelfristig auf niedrigerem Niveau als vor der Pandemie stabilisiert. Swiss prüft daher eine Restrukturierung. Im ersten Quartal 2021 wurden weiter rote Zahlen geschrieben.

Im ersten Quartal 2021 hat Swiss Umsätze in Gesamthöhe von 299,6 Millionen Franken erwirtschaftet, informiert die Fluggesellschaft in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Rückgang um 67,5 Prozent. Als Quartalsergebnis musste ein Verlust von 201 Millionen Franken verbucht werden, gegenüber 84,1 Millionen Franken im Vorjahresquartal.

„In Anbetracht der äusserst schwierigen Marktsituation seit Jahresbeginn entspricht das Ergebnis den Erwartungen“, wird Markus Binkert in der Mitteilung zitiert. Der Swiss-Finanzchef rechnet damit, auch für das Gesamtjahr 2021 rote Zahlen zu schreiben. Die Liquidität der Fluggesellschaft sei jedoch gesichert, da Swiss dank früh eingeleiteter Massnahmen bisher weniger als die Hälfte eines Bankenkredits über 1,5 Milliarden Franken gezogen habe, so Binkert.

Wahrscheinlich werde sich die Nachfrage nach Urlaubs- und Geschäftsreisen mittelfristig „nicht mehr auf das Niveau von vor der Pandemie erholen“, heisst in der Mitteilung weiter. In einer solchen Situation reiche „auch die grösste Kostendisziplin“ nicht aus, um die Fluggesellschaft wettbewerbsfähig zu halten, wird Swiss-CEO Dieter Vranckx dort zitiert. „Wir sind gezwungen, eine signifikante Redimensionierung des Unternehmens zu prüfen.“ Dabei werde sich „eine allfällige Verkleinerung der Flotte auch auf das Streckennetz, die Kosten- und Organisationsstruktur auswirken“, informiert die Fluggesellschaft. Details zu der noch laufenden Analyse über den Umfang der Reduktion sollen in den nächsten Wochen kommuniziert werden. hs

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