Swico-Fonds prüft Rückgewinnung Seltener Erden

30. Oktober 2020 14:00

Zürich - Der im vergangenen Jahr geschaffene Swico Innovationsfonds hat auch 2020 Projekte der Kreislaufwirtschaft gefördert. Ein Projekt zur Rückgewinnung Seltener Erden wird jetzt ausgeweitet, Swico hat eine zusätzliche Finanzierung gesprochen.

Mit seinem Innovationsfonds will Swico die Quantität und Qualität des Recyclings von IT- und Büro-Elektroaltgeräten erhöhen. Dafür hat der Verband im April unter den eingereichten Projekten zwei ausgewählt. Eines, so Swico jetzt in einer Medienmitteilung, visiere die Wiederwertung von Geräten an, das andere die Rückgewinnung Seltener Erden. Sie wurden mit insgesamt 99'000 Franken unterstützt. Swico ist die Interessenvertretung der ICT- und Internetbranche. Zudem betreibt der Wirtschaftsverband das nationale Rücknahmesystem für ausrangierte Elektro- und Elektronikgeräte.

Das Projekt des in Lausanne und Genf ansässigen Ingenieursbüros Bird will das Potenzial zur Wiederverwendung von Laptops, flachen Fernsehbildschirmen, Mobiltelefonen und eventuell weiteren Geräte evaluieren. Dafür erfasst es in einem ersten Schritt die Bedürfnisse der Branche sowie Chancen und Risiken. Sollte eine erste Prüfung positiv ausfallen, würden in einem Zerlegebetrieb mittels Stichproben geeignete Geräte erfasst, kategorisiert und dokumentiert. Swico unterstützt diese Studie mit 75'000 Franken. Begleitet wird sie von einem Experten der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa).

Beim zweiten im April ausgewählten Projekt ging es darum zu klären, ob die Rückgewinnung von Kobalt aus Mini-Lithiumbatterien grundsätzlich machbar ist. Die Tests bei der Solenthaler Recycling AG hätten dies inzwischen belegt, schreibt Swico. Sie hätten aber zudem zutage gefördert, dass im dabei entstehenden Mahlgut neodymhaltige Magnete zugänglich werden. Neodym gehört zu den Seltenen Erden, deren Rückgewinnung auch für das Umweltbundesamt zu den ersten Prioritäten zählt. Nun soll geklärt werden, ob die Rückgewinnung beider Rohstoffe wirtschaftlich und ökologisch vertretbar ist. Dafür hat der Swico Innovationsfonds einen zusätzlichen Unterstützungsbeitrag von 24'000 Franken gesprochen. Resultate würden Anfang 2021 erwartet. mm 

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